Wärmende Pflege für kalte Tage

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Abwiegen, Erwärmen, Mischen, Abfüllen Foto: Stefan Kuhn

Am zweiten Advent-Samstag (7.12.2019) fand der Workshop Wärmende-Pflege für kalte Tage am Herner Wertstoffhof statt. Silke Gerstler und Barbara Nickel von Entsorgung Herne hatten dazu eingeladen. Die Teilnehmerinnen stellten Cremes und Scrubs zur Hautpflege, sowie Tinkturen her.

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Kräuterexpertin Anke Roßmannek. Foto: Stefan Kuhn

Im Vorfeld stellte die Kräuterexpertin Anke Roßmannek Heilkräuter vor, die in der Erkältungszeit wohltuend auf Körper und Seele wirken. Kamille, Lavendel und Thymian dürften den Meisten bekannt sein. Darüber hinaus wurden noch die Kräuter Andorn und Gundermann vorgestellt. Der Andorn war die Arzneipflanze des Jahres 2018 und fand schon bei den alten Ägypter als lösendes Hustenmittel Verwendung. Vom Gundermann ist bekannt, dass er etwa zur selben Zeit als Wundermittel für „allerlei Wehwehchen" eingesetzt wurde. Neben Appetitlosigkeit und Beschwerden der Galle, Leber und Nieren wird ihm eine heilende Wirkung auch bei äußerliche Verletzungen nachgesagt.

In geselliger Atmosphäre lernten die Teilnehmenden, wie man mit einfachen Mitteln und wenigen Zutaten pflegende, den Heilungsprozess unterstützende Hausmittel zubereiten kann.

"Wärmende Pflege für kalte Tage": Kosmetikworkshop auf dem Wertstoffhof von Entsorgung Herne in Herne (NW), am Samstag (07.12.2019). "Wärmende Pflege für kalte Tage": Kosmetikworkshop auf dem Wertstoffhof von Entsorgung Herne in Herne (NW), am Samstag (07.12.2019). "Wärmende Pflege für kalte Tage": Kosmetikworkshop auf dem Wertstoffhof von Entsorgung Herne in Herne (NW), am Samstag (07.12.2019). "Wärmende Pflege für kalte Tage": Kosmetikworkshop auf dem Wertstoffhof von Entsorgung Herne in Herne (NW), am Samstag (07.12.2019).

Kosmetikworkshop bei Entsorgung Herne

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Darüber hinaus zeigten Silke Gerstler und Barbara Nickel wie Tinkturen aus Alkohol oder Apfelessig angesetzt werden. Diese Kräuterauszüge stehen, dank ihrer wertvollen Inhaltsstoffe der Heilpflanzen, dem Körper zur Verfügung, wenn in der Winterzeit Erkältungen drohen.

Aber auch Pflegendes kam nicht zu kurz: Gerade in der kalten Jahreszeit benötigt unsere Haut eine sanfte und reichhaltige Pflege, um gesund zu bleiben. Naturkosmetik ohne Mikroplastik hilft, die strapazierte Haut zu schützen. Wie ein wärmender Mantel hüllen kostbare Pflegeprodukte die empfindliche Winterhaut ein. Dieses wurde mit der Herstellung der Shea-Sahne „Lavendeltraum“ (sahnige Pflegecreme) und eines Massage-Bars „Coffee-to-scrub“ umgesetzt.

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Die (noch) flüssige Creme wird abgefüllt. Foto: Stefan Kuhn

Zum Ende der Veranstaltung erhielten alle Teilnehmer ein Manuskript, in dem alles Wissenswerte rund um die einzelnen Heilkräuter noch einmal detailliert erklärt wurde. Selbstverständlich wurden hier auch die Rezepte im Einzelnen festgehalten, so dass diese zuhause problemlos umgesetzt werden können. Und dazu braucht es nur wenige Zutaten, die sich sogar in Bio-Qualität leicht besorgen lassen. Die sonst in industriell gefertigten Cremes enthaltenen und oft unerwünschten Konservierungsstoffe, Emulgatoren und weiteren chemische Zusätze werden erst gar nicht benötigt. Hilfsmittel zur Zubereitung wie Topf, Messbecher, Feinwaage und Schmelzschale sind in den meisten Haushalten vorhanden.

Im kommenden Januar findet ein weiterer Workshop zum Selbermachen statt. Diesmal zum Thema „Haarpflege und Haarseife".

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Thymian als Heilpflanze. Foto: Stefan Kuhn
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