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Viele Frauen kamen zum 1. Info-Tag für multikulturelle Frauen, um sich beraten zu lassen.

1. Info-Tag für multikulturelle Frauen

'So viel Potenzial vorhanden'

Es war so voll, dass die Besucherinnen teilweise vor dem Eingangsbereich des Innovationszentrums (IZ) in Herne-Baukau am Donnerstag (16.3.2023) warten mussten. Der Andrang beim ersten Info-Tag für multikulturelle Frauen (halloherne berichtete) war extrem hoch, viele Frauen machten sich trotz des Streikes im öffentlichen Personennahverkehr auf, um sich über Berufsorientierung und Weiterbildungsmöglichkeiten zu informieren.

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27 Aussteller mit mehr als 70 Mitarbeitenden standen den Frauen für Fragen und Problemstellungen zur Verfügung. Unter den Ausstellern waren beispielsweise die Städte Herne und Bochum, das Jobcenter oder das Bildungsinstitut Vogel.

27 Aussteller standen mit Rat und Tat zur Seite.

'Hohe Nachfrage, Bedarf ist da'

„Es ist richtig voll. Diese hohe Nachfrage freut uns sehr und zeigt, dass der Bedarf definitiv da ist", berichtet Sabine Backes-Aghte, Projektkoordinatorin der Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet, gegenüber halloherne.

Weiter führt sie aus: „Das Format stammt ursprünglich aus der Emscher-Lippe Region, wir wollen es auch hier bekannt machen. Der Infotag ist ein Kooperationsprojekt, das ohne die Unterstützung der Aussteller so nicht möglich gewesen wäre. Alle sind mit so viel Herzblut dabei."

Der Infotag für für multikulturelle Frauen fand im Innovationszentrum (IZ) in Herne-Baukau statt.

Ähnlich sieht es auch Yasemin Yavuz vom Bildungsinstitut Vogel. „Wir bieten den Frauen die Möglichkeit, sich zu informieren. Vielleich auch Frauen, die solche Angebote bisher noch nicht wahrgenommen haben“, so Yavuz. „Das Feedback ist großartig. Wir haben Frauen, die sich über Deutschkurse oder Weiterbildungsmöglichkeiten informieren wollen."

Geschützter Raum für Frauen

In diesem geschützten Raum sei es für Frauen auch leichter, mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen. „Wir sehen viele Frauen, die eigentlich nur als Begleitung mitgekommen sind und sich nun selbst trauen, Fragen zu stellen. Besonders schön ist es, dass unter den Mitarbeitenden zahlreiche Frauen mit Migrationshintergrund sind. Das könnte auch eine Art Vorbildfunktion für die Teilnehmerinnen sein", sagt Yavuz im Gespräch mit halloherne.

Die Teilnehmerinnen Anna Tinna und Ouafae Sadequi zeigen sich im Gespräch mit halloherne begeistert von der Veranstaltung. „Das Angebot ist total klasse. Wir haben uns schon mit einigen Ausstellern unterhalten und Fragen stellen können", so Sadequi. Tinna ergänzt: „Es gefällt uns hier sehr gut. Wir können uns vielfältig informieren."

Beim Info-Tag für multikulturelle Frauen: (v.l.) Ingo Orzeczek, Sabine Backes-Aghte (beide Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet), Dr. Dirk Drenk (Herne.Business), Anja Stahl (G.I.B. NRW) und Stadtrat Andreas Merkendorf.

'Potenziale ausschöpfen'

Ingo Orzeczek, Leiter der Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet, ist mit dem Andrang beim Infotag sehr zufrieden . „Wir haben sehr viel Zeit in die Vorbereitung gesteckt und freuen uns natürlich, dass die Premiere nun so toll gelaufen ist und wirklich von der Zielgruppe angenommen wird", sagt Ingo Orzeczek im halloherne-Gespräch. „Wir möchten mit dieser Veranstaltung insbesondere multikulturellen Frauen die Möglichkeit bieten, mit Unterstützung ihre Potenziale auszuschöpfen."

Das Format soll etabliert werden

Die Infotag habe Zukunftspotenzial, da ist sich Dr. Dirk Drenk, Geschäftsführer bei Herne.Business, sicher. „Wir hatten zunächst die Sorge, dass die Frauen aufgrund des Streikes den Weg zu uns nicht finden würden, aber die war total unbegründet. Es sind so viele Interessierte gekommen. Wir möchten dieses Angebot nun etablieren und den Frauen regelmäßig in diesem Format eine Anlaufstelle bieten", so Drenk.

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Ebenfalls begeistert war Stadtrat Andreas Merkendorf: „Großes Kompliment an die Organisatoren. Ich bin beeindruckt. Wir sehen nur strahlende Gesichter. Bei diesen Frauen ist so viel Potenzial vorhanden. Es ist wichtig, dass es gefördert wird, damit die Frauen ihr Leben selbst gestalten können."

Es herrschte ein großer Besucherandrang.
| Autor: Julia Blesgen