Sabine benimmt sich in Herne

Update: Sturmtief verlief glimpflich

Sturmtief Sabine besucht Herne.
Sturmtief Sabine besucht Herne. Illustrator: Jörg Lippmeyer

Update von 12:30 Uhr

Der Führungsstab der Feuerwehr ist am Montagmorgen (10.2.2020) wieder zusammengetreten. Während des Vormittags ist das Einsatzaufkommen etwas angestiegen, so dass die Feuerwehr im Laufe des Vormittags noch einmal rund zehn sturmbedingte Einsätze fahren musste. Dabei handelte es sich um umgestürzte und schwerer beschädigte Bäume sowie gelöste Dachziegel. „Wir hatten mit diesem Anstieg gerechnet, da einige Schäden erst im Hellen zu erkennen sind“, sagt Ulrich Schirm, der aktuell den Führungsstab leitet.

Im Einsatz sind auch weiterhin rund 20 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr. Der Fachbereich Stadtgrün unterstützt die Feuerwehr mit Hubwagen dabei, abgebrochene Äste aus Bäumen zu entfernen und die Schäden zu beurteilen, damit dann die weiteren Maßnahmen ergriffen werden können.

Die Regelung, die Schulen für Montag, 10. Februar 2020, nicht generell zu schließen, hat sich aus Sicht der Stadt Herne bewährt und würde bei vergleichbaren Wetterlagen wieder Anwendung finden. Auf Basis eines gültigen Erlasses des Landes NRW konnten Eltern entscheiden, ob sie ihrem Kind bei dem extremen Wetter den Weg zur Schule zumuten wollten oder nicht. Dies gab den Erziehungsberechtigten die größtmögliche Flexibilität: Wer wollte, konnte die Kinder Zuhause behalten, für wen dies nicht möglich war, dem stand die Betreuung in der Schule offen. Für den morgigen Dienstag, 11. Februar 2020, geht die Stadt Herne wieder von einem regulären Schulbetrieb aus.

Der Fachbereich Stadtgrün der Stadt Herne weist darauf hin, dass städtische Grünanlagen, Friedhöfe und Parks nach dem Sturmtief „Sabine“ grundsätzlich betreten werden können. Die Schäden, die „Sabine“ verursacht hat, seien nicht so stark, dass die Stadt ein Betretungsverbot verhängen müsse, so der Fachbereich. Gleichwohl sollten die Menschen beim Besuch der Anlagen besonders aufmerksam und umsichtig sein.

Montag, 7.15 Uhr

Marco Diesing, der Einsatzleiter der Herner Feuerwehr, sagte um kurz vor Mitternacht, Sonntag (9.2.2020): „Wir hatten seit heute Morgen, 8 Uhr, 23 sturmbedingte Einsätze. Eigentlich hatten wir mit wesentlich mehr Einsätzen gerechnet." Gegen 23 Uhr kümmerten sich die Einsatzkräfte um einen umgestürzten Baum auf der Friedrich-Brockhoff-Straße in Wanne. Der Führungsstab der Feuerwehr besteht aus 16 Personen, sie alle wurden in der Nacht um 24 Uhr abgelöst. Dann wurden alle Positionen neu besetzt. hier geht es zur Lage am Sonntag.

Insgesamt gab es in Herne seit Sonntag 37 Einsätze der Feuerwehr. Dabei ging es vor allem um umgestürzte Bäume und Zäune. Personen wurden nicht verletzt. Es waren 65 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, als Bereitschaft in den Gerätehäusern Ost und West sowie als Führungsunterstützung in der Leitstelle, und 40 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr im Dienst. Im Augenblick (10.2.2020, 7:19 Uhr) kommt es aktuell noch zu Beeinträchtigungen an der Langforthstraße. Hier hat die Feuerwehr den Bereich um die Kirche abgesperrt, da sich an der Kupferbedachung etwas gelöst hat und die Gefahr besteht, dass es hinunterstürzen könnte.

Der Führungsstab der Feuerwehr hat gegen 4 Uhr in der Nacht, seine Arbeit zunächst beendet. Allerdings gilt nach wie vor erhöhte Alarmbereitschaft.

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