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Talkrunde zur Elektromobilität als Jobmotor für Herne: (von links) Stephan Ohletz (Geschäftsführer Cenntro Automotive), Cordula Klinger-Bischof (Vorsitzende Ruhrwerk e.V.), Dr. Frank Dudda (Oberbürgermeister der Stadt Herne) und Prof. Dr.-Ing. Michael Schugt (Leiter des Instituts für Elektromobilität an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Bochum).

350 Unterstützer treffen sich bei Elektromobil-Hersteller 'Cenntro'

Ruhrwerk-Spenden-Gala 2023

In der Fertigungshalle von „Cenntro Automotive Europe GmbH“, in der am Vortag noch elektrobetriebene Lastenräder und Transporter montiert wurden, trafen sich am Samstag (9.9.2023) 350 Gäste zum 14. Ruhrwerk-Netzwerk Event. Der Schirmherr, Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Verwaltung nutzten die stimmungsvoll umgebaute Gala-Atmosphäre, um miteinander ins Gespräch zu kommen und Kräfte zu bündeln.

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Für gute Zukunftschancen jetzt handeln. Diese Überzeugung treibt das sieben Frauen starke Ruhrwerk-Team seit dem Gründungsjahr 2009 an, gezielte Förderprojekte für wöchentlich mittlerweile 400 Kinder durchzuführen. Die Finanzierung sichert der Verein über Spenden und die jährliche Ruhrwerk-Gala.

Gesellschaft mit Herausforderungen konfrontiert

In ihrer Eröffnungsrede bedankte sich die Ruhrwerk-Vorstandsvorsitzende Cordula Klinger-Bischof bei den zahlreichen Unterstützern, die es dem Verein möglich machen, langfristige Bildungs- und Bewegungsprojekte umzusetzen. Die Mitbegründerin des gemeinnützigen Vereins sprach die gesellschaftlichen Probleme und das daraus entstandene soziale Engagement der sieben Ruhrwerkerinnen direkt an: „Es ist eine traurige und unbestreitbare Tatsache, dass unsere Gesellschaft mit Herausforderungen konfrontiert ist, die diejenigen am stärksten treffen, die zu den Schwächsten gehören. Damit meine ich Kinder, die aufgrund von sozialen, wirtschaftlichen oder familiären Umständen an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt werden.“

Um Chancengleichheit zu schaffen brauche es ein nicht nachlassendes Engagement und sei „letztendlich ein Ziel, eine lohnende Investition und ein Ausdruck unseres Glaubens an die grundlegenden Werte von Gerechtigkeit und Solidarität,“ so Klinger-Bischof weiter, denn, „Kinder sind unsere Zukunft!“.

Der Herner Journalist Jochen Schübel übernahm mit wertschätzenden Worten die Vorstellung des ehrenamtlich engagierten Ruhrwerk-Teams (Cordula Klinger-Bischof, Cornelia Bruch, Conny Lengert-Scholz, Frauke Schewe, Safiria Thoma, Kerstin Zulechner und Iris Stiebling) und begleitete im Anschluss eine hochkarätig besetzte Interviewrunde auf der Bühne. Das Thema: Elektromobilität als Jobmotor für Herne.

Bildung als Chance

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Professor Dr.-Ing. Michael Schugt, Leiter des Instituts für Elektromobilität an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Bochum, informierten die Gäste über die aktuelle Entwicklung Hernes als Hochschulstandort. Im Applied Excellence Department, einem gemeinsamen Standort der Hochschulen für angewandte Wissenschaften Gelsenkirchen, Bochum und Dortmund soll schon in Kürze studiert, gelernt und geforscht werden – zunächst ist der Standort hierfür das Stadtwerke-Haus an der Bebelstraße.

Ein über achtzig-köpfiges Team aus zwölf Professoren plus wissenschaftlichen Mitarbeitenden und Stab werden in den kommenden Jahren bis zu 700 Studierende der Fachrichtungen Energie, Mobilität und deren Vernetzung betreuen. Ein größeres Gelände für einen Neubau wird schon gesucht, erklärte Dudda. Prof. Dr. Schugt begleitete an seinem Lehrstuhl bereits die Entwicklung und die späteren Start-up- Gründer der 'Antric- Cargo-Bikes', die ab Oktober 2023 in nächster Generation am Cenntro Standort am Heitkampsfeld in Eickel gebaut werden.

Die Chance, dass Studierende sich in der Region ihrer Hochschulen niederlassen, Firmen gründen und Arbeitsplätze schaffen, sei groß und müsse nach Kräften unterstützt werden, waren sich Dudda und Schugt einig.

Und genau hier schloss sich der Kreis zum Engagement des Ruhrwerks und seiner Gäste, die um die bestmögliche Ausbildung ihrer Mitarbeitenden bemüht sind, denn Arbeitsplätze brauchen Fachkräfte. Hiervon berichtete Cenntro Geschäfsführer Stephan Ohletz, der mit seinen Angestellten die vielbestaunten 100 Prozent elektrischen Lieferfahrzeuge „made in Herne“ zusammenbaut.

Stolz präsentierte er die neue Version der elektrisch und mit Muskelkraft betriebenen Antric One Cargobikes, die mit Fahrerkabine und unterschiedlichen Aufbauten bis zu 400 Kilo Last transportieren können und im Stadtverkehr eingesetzt werden. Begeistert zeigte sich Stephan Ohletz auch von seiner in buntes Licht getauchten Halle, in die so viele Menschen der Einladung Ruhrwerks gefolgt sind.

Feiern für den guten Zweck

Mit der professionellen Event-Planung und deren Umsetzung in Bezug auf Gestaltung, Licht- und Bühnen-Technik stehen zwei Herner Unternehmen seit 2010 dem Verein treu zur Seite: das Messebauunternehmen PrismaPlan von Geschäftsführer Klaus Gerhard und der LMV- Veranstaltungs-Service der Familie Menzel.

Auch das Rahmenprogramm ließ keine Wünsche offen. Bestes für Glas und Gabel zauberten die Herner Gastronomen und ihre Teams der Restaurants Zille im Kulturzentrum und Olli`s im Gysenberg, sowie die Familie Menzel mit ihrem LMV-Service-Team, die Ruhrwerk-Gin-Bar (Alte Drogerie Meinken), die Brüder Thilo und Alexander Thoma und Frederik Sondermann (Cocktails) und das Weinhause Wanne.

Auf einer großen LED-Wand präsentierte der Verein Bilder der Projekte und Imagefilme seiner Förderer. Der Wuppertaler Magier Marcel Schettler verblüffte die Gäste mit Close-up-Zauberei und am späteren Abend sorgte die Banda Don Miguele mit afro-kubanischen und lateinamerikanischen Rhythmen für beste Stimmung. Danach übernahm der Herner DJ Steel die Regie über den Dancefloor.

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Reißenden Absatz fanden die mehr als 800 Tombola-Lose, die tolle Gewinne und keine Nieten garantierten. Gewinner waren auch hier: die Kinder in Herne, denn der Erlös der Veranstaltung und die Spenden fließen komplett in die Projektarbeit.

| Quelle: Journalistenbüro Herne
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