Neue Filialstruktur bei der Sparda-Bank West

Stefan Tysbierek.
Der Leiter der Sparda-Filialen in Herne, Stefan Tysbierek. Foto: Carola Quickels

Düsseldorf, 31. Oktober 2019. Die Digitalisierung der Gesellschaft hat das Kundenverhalten bei Bankdienstleistungen stark verändert. Immer mehr Bankkunden nutzen intensiv das Online-Banking und andere digitale Services ihrer Finanzdienstleister. Vor dem Hintergrund dieser tiefgreifenden Veränderungen stellt die Sparda-Bank West ihre Filialstruktur neu auf. Ziel ist es, die Bank modern, leistungsstark und sicher in die Zukunft zu führen. „Aktuelle Analysen zeigen, dass unsere Kunden immer seltener eine Filiale besuchen und stattdessen andere Kontaktmöglichen bevorzugen. Als eine Genossenschaftsbank, die sich an den Bedürfnissen ihrer Mitglieder und Kunden orientiert, müssen wir darauf reagieren und unser Angebot an die Wünsche und Erwartungen unserer Kunden anpassen“, erklärt Manfred Stevermann, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank West.

Anpassung des Filialnetzes

In Folge dessen wird die Sparda-Bank West weniger genutzte Filialen in ihrem Kerngeschäftsgebiet, das fast ganz Nordrhein-Westfalen und die Region zwischen dem Münsterland und den Ostfriesischen Inseln umfasst, zusammenlegen oder schließen. Konkret bedeutet dies, dass an Multifilial-Standorten der Sparda-Bank West – wie zum Beispiel in Köln, Düsseldorf, Essen, Münster oder Wuppertal – bisherige Filialen zu einer größeren, leistungsstärkeren Einheit zusammengelegt werden.

Am Ende dieses Prozesses wird die Sparda-Bank West an 38 ihrer bisher 56 Standorte mit Filialen vertreten sein. Sukzessiv sollen im Rahmen dieses Umbaus 43 Filialen geschlossen oder mit anderen am Standort zusammengelegt werden. Die Umsetzung der neuen Filialstruktur soll in einem ersten Schritt bis Ende Juni 2020 und vollumfänglich bis Ende 2022 abgeschlossen sein. „Wir halten an einer Präsenz in der Fläche fest und entwickeln dabei die Filiale als wichtigen Ort der Begegnung mit unseren Kunden konsequent weiter. Unsere Filiale der Zukunft wird ein offener, kommunikativer Ort sein, an dem sich persönliche Beratung und digitale Services zu einem neuen Banking ergänzen“, gibt der Vorstandsvorsitzende einen Ausblick auf die künftige Entwicklung.

Herne ist nicht betroffen

Auf Nachfrage von halloherne sagte Klaus Radvanowsky von der Sparda-Servicestelle: „Eine Schließung der der Filialen Herne-Mitte und Herne-Wanne ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vorgesehen. Diese Auskunft ist bis zum 26. Juni 2020 absolut sicher.“

Unabhängig von den anstehenden Entscheidungen bezüglich der Filialstruktur gilt: Die Sparda-Bank West plant, möglichst von betriebsbedingten Kündigungen abzusehen. Ein Stellenabbau wird sozialverträglich gestaltet.

Veränderungen bei den Kontomodellen ab April 2020

Das rasante Entwicklungstempo beim Online- und Mobile-Banking sowie stetig steigende Anforderungen in Sachen Datenschutz und digitale Sicherheit führen zu einem stetig steigenden Investitionsbedarf in diesem Service-Segment. Die Sparda-Bank West wird die Bepreisung ihrer Kontomodelle SpardaGiro Online und SpardaGiro Flex im kommenden Jahr daher moderat anpassen. „Wir bieten unseren Kunden mit unseren leistungsstarken Girokonten zwei exzellente Optionen, um die privaten Finanzen sicher, zuverlässig, modern und mobil zu managen“, so Manfred Stevermann.

Die Sparda-Bank West

Die Sparda-Bank West gehört zu den großen genossenschaftlichen Kreditinstituten für Privatkunden in Deutschland. Ihr Unternehmenssitz liegt in Düsseldorf und mit Münster als Zweigniederlassung hat die Bank einen weiteren Hauptstandort. Mit einer Bilanzsumme von 12,2 Milliarden Euro, über 612.000 Mitgliedern und mehr als 717.000 Kunden ist das Institut dabei mehr als eine Bank. Wir verstehen uns als sympathische Gemeinschaft, die Bankgeschäfte fair und einfach macht. Konsequent verknüpfen wir Kundenorientierung und die Kraft dieser genossenschaftlichen Gemeinschaft.

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