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Die Mitgliederversammlung des Wohnungsvereins Herne am Montag (22.5.2023) im Kulturzentrum.

Wohnungsverein Herne informiert bei Mitgliederversammlung

Neubaufertigstellung und Modernisierungen

Am Montag (22.5.2023) fand im Herner Kulturzentrum die Mitgliederversammlung des Wohnungsvereins Herne eG statt. Dabei wurden verschiedene Informationen mitgeteilt.

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Im Februar 2023 wurden insgesamt 23 neue Wohnungen für Herner Bürger in der Augustastraße zur Verfügung gestellt. Neben diesen Wohnungen im Neubau, erweiterte die Genossenschaft ihren Bestand durch zwei Ankäufe in Herne-Süd um 12 weitere Wohnungen. Für den eigenen Bestand wurden 2,5 Millionen Euro Instandhaltungskosten und über 500.000 Euro Modernisierungskosten ausgegeben.

Mieterhöhung um 2,5 Prozent

Nach der bewussten Aussetzung einer bestandsübergreifenden Mieterhöhung in den letzten Jahren werden in diesem Jahr die Mieten um 2,5 Prozent erhöht. Dies ist notwendig, um die zukunftsweisenden Themen der Genossenschaft umsetzen zu können und die Genossenschaft für die Zukunft weiterhin gut aufzustellen. Ausgaben in der Zukunft werden vor allem im Bereich der Energieversorgung und der Klimaneutralität liegen. Die ökologischen Aspekte werden gefördert durch den selbst angebauten und geernteten Honig sowie durch die Miethühner, welche im Juni dieses Jahres frische Eier im Genossenschaftsgarten produzieren.

Die Energieversorgung der Häuser an der Augustastraße erfolgt mit Hilfe einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und die Dachflächen sind als Gründächer angelegt. Weiterhin setzt die Genossenschaft auch im zweiten Bauabschnitt auf Qualität und bringt trotz gravierender Engpässe und Preiserhöhungen Parkett als Oberboden ein. Im letzten Jahr wurde ein Baubudget von 12,25 Millionen Euro für die Augustastraße prognostiziert.

Der Vorstand ist glücklich berichten zu können, dass dieses Budget trotz aller Preissteigerungen zum Ende hin unterschritten werden konnte. Im August dieses Jahres soll es ein Sommerfest an der Augustastraße geben, da durch Corona kein Richtfest für den zweiten Bauabschnitt stattfinden konnte.

Elektro-Mobilität und mehr

Die Genossenschaft wird im Jahr 2023 ihre erste Ladesäule eröffnen und somit einen Beitrag zur Förderung der E-Mobilität leisten. Weiterhin werden auf sanierten Garagenhöfen bereits heute Erdkabel verlegt, um bei Anfragen aus dem Bestand kurzfristig reagieren zu können. Neben der Förderung der E-Mobilität setzt die Genossenschaft schon seit 2007 auf regenerative Energie. Die Reihenhäuser an der Oskarstraße waren die ersten Gebäude der Genossenschaft, die mit Erdwärme beheizt wurden.

Der Vorstand informierte über die Neubauten, Modernisierungen und die geplante Mieterhöhung.

Ab diesem Zeitpunkt gab und gibt es keinen Neubau der Genossenschaft, der nicht mit Hilfe von regenerativer Energie betrieben wird. Auch Bestandsgebäude, wie der Hülsmannweg, wurden umgerüstet und werden heute mit einer Luftwärmepumpe beheizt. Auch in diesem Jahr werden zwei Bestandsobjekte in Herne-Süd mit einer Luftwärmepumpe umgerüstet und damit fit für die Zukunft gemacht.

Miethühner verfügbar

Den ökologischen Fußabdruck prägt die Genossenschaft ganzheitlich: Vom Neubau über das Firmenfahrrad für Mitarbeiter bis hin zum eigenen Honig von den WV-Herne Bienen. Neben dem Honig besuchen nun im Juni auch noch Miethühner den Genossenschaftsgarten an der Straße des Bohrhammers 3 und werden dort Bio-Eier produzieren. Neben dem Bio- Eiern sind auch aktuell Schilder in Produktion, welche die Mitglieder zur richtigen Zeit auf die Aberntung der Obstbäume aufmerksam machen sollen.

Ziel soll es sein, dass eine Art Selbstversorgung gefördert wird, jede Nachbarschaftsgemeinschaft kann sich durch die Aktionen im Genossenschaftsgarten inspirieren lassen und sich z. B. auch Miethühner wünschen. Auch die anderen Dinge wie Hochbeete und Obstbäume können in vielen Wohnanlagen umgesetzt werden.

Um die Grillhütte weiter bekannt zu machen ist eine farbliche Umgestaltung der Hütte mit Prinzessin Elsa und den Kindern der Genossenschaft geplant. Der große Garten wird weiterhin um Hängematten und einen Sandkasten in diesem Jahr ergänzt.

Sonja Pauli freut sich nach dreijähriger Coronapause endlich im Februar wieder eine Jubiläumsveranstaltung gehabt zu haben. Der Anklang war noch überschaubar, aber viele Dinge müssen auch erst wieder an Fahrt gewinnen nach der langen Zwangspause. Viele Dinge sind aber vielleicht auch aus der Zeit gefallen.

Mitgliederversammlung weiterhin beliebt

Ob die Mitgliederversammlung dies ist, was die Mitglieder der Genossenschaft brauchen, fragte sich der Vorstand bei der Vorbereitung der Versammlung und war überglücklich, dass nur positive Bewertungen in Form von grünen Stimmkarten in der Box gelandet sind und keine rote Karte. Bedeutet für keins der über 150 Mitglieder und Gäste der Versammlung, war diese ein Flop. Sondern alles war gut. Auch offene Anregungen und Fragen wurden angenommen und konnten bei Wunsch anonym auf den Tischen liegen gelassen werden.

Ein Austausch, der beiden Seiten nach der langen Pause sehr guttat und im nächsten Jahr mit noch mehr Mitgliedern zur Wiederholung aufruft. Auch diverse Veranstaltungen dienen innerhalb des Genossenschaftsjahres zum positiven Austausch.

Die Wohnungsverein Herne eG verfügt über insgesamt 1.352 Bestandswohnungen. Laut ihrer Satzung hat sich die Wohnungsgenossenschaft dazu verpflichtet, ihre Mitglieder mit angemessenem Wohnraum zu fairen Mietpreisen zu versorgen. Für das Jahr 2021 und 2022 hatten Vorstand und Aufsichtsrat sich gemeinsam gegen die Durchführung von Mieterhöhungen ausgesprochen. Dies geschah auf Grund möglicher finanzieller Belastungen ihrer Mitglieder infolge der Corona-Pandemie. Jobverlust, Kurzarbeit oder sogar die Aufgabe von Jobs, vorwiegend bei Müttern zur Kinderbetreuung, haben diese Entscheidung geprägt.

Nebenkosten werden teurer

Auf Grund der enormen Preissteigerungen im Bereich der Lebensmittel und des Benzins wurde sich bewusst dazu entschieden auch in 2022 keine Mieterhöhung durch Anpassungen an den Mietspiegel durchzuführen. Alles wird teurer, dies sieht auch der Vorstand der Genossenschaft an den Nebenkosten, so dass deutlich wird, an einigen Stellschrauben der „zweiten Miete“ muss in Zukunft noch gearbeitet werden.

Für 2023 verkündete der Vorstand eine Mieterhöhung von 2,5 Prozent. Hiermit liegt die Erhöhung unter dem des Herner Mietspiegels, der 2,8 Prozent beinhaltet. Notwendig wird die Erhöhung aufgrund der hohen Investitionen, die in den nächsten Jahren aufgrund der Umrüstung auf regenerative Energien entstehen werden.

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Das Geschäftsjahr 2022 der Wohnungsverein Herne eG weist eine Bilanzsumme in Höhe von 56 Millionen Euro aus. Alle Kennzahlen Liquidität, Rentabilität sind stabil, daher beschloss die Mitgliederversammlung nach kurzer Diskussion einstimmig die Ausschüttung einer Bruttodividende in Höhe von vier Prozent.

| Quelle: Wohnungsverein Herne
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