Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Fortbildung für pädagogische Fachkräfte

Jugendkunstschultag im Kunsthaus Crange.
Fortbildung im Kunsthaus Crange. Foto: Carola Quickels

Als Teil menschlicher Vielfalt sind geschlechtliche und sexuelle Identitäten wichtige Faktoren in Pädagogik und Sozialer Arbeit. Darum bietet der Verein Demokratie leben! (IFAK) am Donnerstag, 12. Dezember 2019, im Kunsthaus Crange eine Fortbildung zum Thema geschlechtliche und sexuelle Vielfalt an. Diese Fortbildung richtet sich an alle pädagogischen Fachkräften, die mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten.

Statistisch gesehen gibt es in allen pädagogischen Einrichtungen lesbische, schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und queere (lsbtiq) Kinder und Jugendliche. Gerade ihre häufige Unsichtbarkeit verweist auf erhöhten Handlungsbedarf. Eine pädagogische Kultur, die von der Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt geprägt ist, ermöglicht lsbtiq Jugendlichen inklusive Teilhabe sowie die Entfaltung ihrer vielfältigen Ressourcen und trägt so zur Verwirklichung ihres Menschrechts auf Bildung bei.

Aber auch heterosexuelle und relativ geschlechtskonform lebende Kinder und Jugendliche sind dem Druck ausgesetzt, stereotyp „richtige“ Jungen und Mädchen zu sein, um nicht abgewertet und ausgegrenzt zu werden. Auch sie können in einer Umgebung, die von der Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt geprägt ist, freier leben und besser lernen. Dafür ist es wichtig, dass Lehrer, pädagogische Fachkräfte und Sozialarbeiter um die real existierende Vielfalt an sexuellen und geschlechtlichen Identitäten sowie Diskriminierungs-Mechanismen wissen und darauf vorbereitet sind, allen Kindern und Jugendlichen inklusive und interessante Lern- und Entwicklungsangebote zu machen.

An diesem Tag werden einerseits unterschiedliche Dimensionen geschlechtlicher und sexueller Vielfalt sowie ihre Relevanz für die Pädagogik thematisiert. Andererseits wird auch über Möglichkeiten des Praxistransfers sowie über Erfahrungen und mögliche Strategien im Umgang mit homo-, trans*- und inter*feindlicher Diskriminierung an Schulen und in pädagogischen Einrichtungen gesprochen. Die Fortbildung richtet sich an alle, die sich in nichtdiskriminierender Form mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt beschäftigen möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Inhalte auf einen Blick

  • Sensibilisierung zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt
  • Wissensvermittlung zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt
  • Selbstreflexion & Biographie-Arbeit (Methoden)
  • Praxistransfer für die eigene Arbeit

Referentnen

  • Marta Grabski: Seit 2010 hauptamtlich bei der Rosa Strippe Diplom-Sozialarbeitende, Heilpraktikerin (Psychotherapie), Sexualtherapeutin. Arbeitsbereiche: psychosoziale Beratung, Jugendhilfeangebote, Leitung von Gruppenangeboten und die Koordination von SCHLAU Bochum (Bildung und Antidiskriminierungsarbeit zu sexueller Orientierung und geschlechtlicher Vielfalt).
  • Markus Chmielortz: Seit 1997 hauptamtlich bei der Rosa Strippe Diplom-Sozialpädagoge mitstaatlicher Anerkennung, Diplom-Pädagoge, systemischer Therapeut / Familientherapeut (DGSF) und Heilpraktiker (Psychotherapie). Arbeitsbereiche: Vertretung des Trägervereins in kommunalen, regionalen und landesweiten Gremien und die psychosoziale Beratung von Einzelpersonen, Paaren und Gruppen.
Dezember
12
Donnerstag
Donnerstag, 12. Dezember 2019, von 10:30 bis 16:30 Uhr Kunsthaus Crange / JKS Herne , Dorstener Straße 476 , 44653 Herne Elena Franz: Tel 0152/54518906 oder
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