Eröffnung der Palliativstation im Marien Hospital

DasTeam rund um Dr. Axel Münker, Leitender Arzt der Abteilung für Schmerz- und Palliativmedizin (3. v. r.), arbeitet gemeinsam auf der neuen Palliativstation des Marien Hospital Herne.
DasTeam rund um Dr. Axel Münker, Leitender Arzt der Abteilung für Schmerz- und Palliativmedizin (3. v. r.), arbeitet gemeinsam auf der neuen Palliativstation des Marien Hospital Herne. Foto: St. Elisabeth Gruppe

Individuelle medizinische und pflegerische Versorgung bei unheilbaren Erkrankungen – mit diesem Ziel hat das Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum im August 2019 seine Palliativstation eröffnet. Ein multiprofessionelles Team kümmert sich um die Patienten mit fortgeschrittenen und fortschreitenden Erkrankungen.

Ein möglichst selbstbestimmtes Leben trotz einer unheilbaren und fortgeschrittenen Erkrankung zu ermöglichen sowie Beschwerden zu lindern, ist das Ziel der Palliativmedizin. Diesen Ansatz verfolgt, ergänzend zu der bereits bestehenden Abteilung für Schmerz- und Palliativmedizin, auch die neue Palliativstation im Marien Hospital Herne. Die Station verfügt über acht Betten, die auf Ein- und Zweibettzimmer aufgeteilt sind. Außerhalb der Zimmer bietet eine gemütliche Sitzecke Aufenthaltsmöglichkeiten für Patienten und Besucher auf der Station.

„Durch fortgeschrittene Erkrankungen sehen sich Patienten und deren Angehörige oft mit unerwarteten Problemen konfrontiert. Tumorschmerzen zählen bei Palliativpatienten zu den häufigsten Symptomen. Aber auch Luftnot, Übelkeit und Erbrechen, Schlaf- und Kraftlosigkeit sowie Gewichtsverlust können die Betroffenen sehr belasten“, erklärt Dr. Axel Münker, Leitender Arzt der Abteilung für Schmerz- und Palliativmedizin. Wegen der häufig komplexen Beschwerden arbeiten auf der Palliativstation mehrere Fachbereiche eng zusammen.

Ein multiprofessionelles Team aus Palliativ- und Schmerzmedizinern, Onkologen, speziell ausgebildeten Pflegern, Psychoonkologen, Physio- und Ergotherapeuten sowie Seelsorgern kümmert sich um die Bedürfnisse der Erkrankten und ihrer Angehörigen. Fachübergreifend führen sie täglich Visiten durch und stimmen die nächsten Behandlungsschritte für jeden Patienten individuell ab. Patienten mit unheilbaren Erkrankungen können ambulant, stationär in einem Krankenhaus oder in einem Hospiz palliativmedizinisch betreut werden, wobei sich diese Angebote ergänzen. Das gemeinsame Ziel ist die ganzheitliche Therapie der bestehenden Beschwerden, wobei auch die Sorgen und Ängste der Patienten Berücksichtigung finden.

Während der Fokus in einem Hospiz auf der Begleitung der Patienten in der letzten Lebensphase liegt, ist es der Schwerpunkt einer Palliativstation, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. So ist beispielsweise die Schmerztherapie Teil des individuellen Behandlungskonzepts. Zudem kommen Einzel- oder Familiengespräche aus dem Bereich der Psychologie, Maßnahmen der Physio- und Ergotherapie zur körperlichen Kräftigung sowie Kunst- und Musiktherapien zum Einsatz.

Darüber hinaus können auf der Station Patienten, die bei der Aufnahme nicht die körperlichen oder psychosozialen Voraussetzungen für weitere Behandlungsschritte vorweisen, auf eine anschließende Chemotherapie vorbereitet oder zurück in die häusliche Umgebung entlassen werden.

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