Die.Linke unterstützt KAZ-Forderung

Stellungnahme

13. KAZ-Open Air im Skatepark Hibernia an der Koniner Straße am Samstag (28.8.2021). Zu sehen sind die Bands Mango (Punkrock aus Herne) und The Heartbreak Motel (Punkrock aus dem Ruhrpott)
Das 13. KAZ-Open Air im Skatepark Hibernia an der Koniner Straße am Samstag (28.8.2021). Foto: Faloco Fotografie

Die Partei Die.Linke unterstützt die Forderung des KAZ nach einem jugendkulturellen Zentrum und erklärt dazu:

„Es wurde nun schon viel über das KAZ berichtet, nur von einer ganz entscheidenden Seite kam leider noch nichts: Von der Stadtverwaltung. Im Kulturausschuss am Dienstag (23.11.2021) hat die Verwaltung auf die Frage, ob sie die Notwendigkeit eines soziokulturellen Zentrums in Herne sieht, geantwortet, dass der Bedarf in Herne durch die Flottmannhallen abgedeckt wäre."

„Hier wird ein ehrenamtlich geführter und gemeinnütziger Verein mit einer gewinnorientierten Hochglanz- Gastronomie verglichen“, sagt Niko Warmbier, Mitglied im Kulturausschuss für die Linke und langjähriges KAZ-Fördermitglied. „Das KAZ ist bekannt für niedrige Eintrittspreise und günstige Getränke. Außerdem biete das KAZ einer Vielzahl von jungen Künstlern eine Bühne, von Poetry-Slam über Indie-Rock bis hin zu Punk und Hardcore. Es stimmt, dass die Stadt dem KAZ des öfteren mit Fördermitteln geholfen hat, jedoch bringt die beste Ausrüstung nicht viel, wenn es keine Räume zum Bespielen gibt. Dass bei den Herner Großprojekten, wie den Herner Höfen oder die neue Mitte Baukau nicht an die kulturellen Bedürfnisse der Herner Einwohnern gedacht wird, ist sehr traurig, wenn nicht sogar beschämend.“

„Mehr alternative Jugendkultur würde Herne deutlich lebenswerter für junge Menschen machen. Außerdem würde ein soziokulturelles Zentrum auch die Innenstadt beleben", kommentiert Patrick Gawliczek, Sprecher der Linken in Herne. „Zurzeit verlassen viele junge Menschen die Stadt abends in der Freizeit, zum Beispiel Richtung Bermuda Dreieck nach Bochum. Hier wird die Chance vertan, Herne zu einer attraktiven Stadt für junge Menschen zu machen. Gerade wenn man bedenkt, dass unzählige Universitäten sehr leicht von Herne aus zu erreichen sind, ist es umso unverständlicher, dass die Stadt hier so viel Potenzial ungenutzt lässt. Die Arbeit von engagierten, jungen Hernern wird nicht ausreichend gewürdigt und unterstützt.“

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