Dachstuhlbrand und überörtliche Hilfe

Dachstuhlbrand an der Jobststraße.
Dachstuhlbrand an der Jobststraße. Foto: Daniel Knopp

In Recklinghausen brannte am Donnerstag (22.8.2019, 11 Uhr) der Indoor-Spielplatz - Kinderwerlt. Dabei leisteten die Mitglieder der Herner Feuerwehr (halloherne berichtete) ihren Recklinghäuser Kollegen überörtliche Hilfe. Die Herner Feuerwehr entsandte ein Tanklöschfahrzeug, ein Abrollbehälter, Sonderlöschmittel, ein Einsatzleitwagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug und drei Rettungstransportwagen. Während der Rettungsdienst nicht zum Einsatz kam und im Bereitstellungsraum verblieb, wurde von einem Trupp der Feuerwehr Herne ein Wasserwerfer zur Brandbekämpfung eingesetzt. Nach fast 5 Stunden konnten die Einsatzkräfte aus Recklinghausen abrücken. Zwischenzeitlich wurde die Bevölkerung im Ortsteil Sodingen über die Warn-App vorsorglich dazu aufgefordert, wegen der großen Rauchentwicklung Fenster und Türen zu verschließen. Da der Brandrauch letztendlich nicht über das Stadtgebiet Herne zog, konnte die Warnung schon nach 10 Minuten wieder aufgehoben werden.

Einsatz der Feuerwehr an der Kinderwelt
Die Herner Feuerwehr unterstützte die Kollegen in Recklinghausen an der Kinderwelt. Foto: Daniel Knopp

Um 19:58 Uhr, ebenfalls am Mittwoch, wurde der Leitstelle der Feuerwehr Herne ein Brand in einer Dachgeschosswohnung mitgeteilt. Daraufhin wurde der Löschzug 1 der Berufsfeuerwehr Herne und die Löschzüge Herne-Mitte und Herne-Süd alarmiert. Aufgrund der Vielzahl von weiteren Notrufmeldungen, Lagemeldungen von ersteintreffenden Polizeistreifen und einer massiven Rauchentwicklung für die auf der Anfahrt befindlichen Einsatzkräfte, wurde noch während der Anfahrt die Alarmstufe erhöht. Zusätzlich wurden weitere Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr und der Löschzug 2 der Berufsfeuerwehr nachalarmiert.

Dachstuhlbrand an der Jobststraße. Dachstuhlbrand an der Jobststraße. Dachstuhlbrand an der Jobststraße.

Dachstuhlbrand an der Jobststraße

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Bei Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr brannte die Dachgeschosswohnung in voller Ausdehnung. Aus einem der Fenster schossen riesige Flammen, während die anderen Fenster nach und nach zerbarsten. Aus dem gesamten Dachbereich drang massiv Rauch. Durch die Polizei wurden alle Personen aus dem Gebäude ins Freie gebracht. Da aber im Gebäude noch eine Person vermisst wurde, ging ein Angriffstrupp zur Menschenrettung ins Gebäude vor. Bei dem Brand wurde niemand verletzt. Parallel dazu wurden über zwei Drehleitern zwei Wenderohre in Stellung gebracht, um den Brand im Dachstuhl zu bekämpfen. Da aufgrund des fortgeschrittenen Brandes ein Übergreifen auf die Nachbargebäude nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden mehrere Nachbargebäude von der Polizei geräumt. Zwischenzeitlich mussten bis zu 40 Personen in Sicherheit gebracht werden. Für sie wurde ein Bus der HCR bereitgestellt. Im weiteren Einsatzverlauf rettete die Feuerwehr ein Kanarienvogel.

Nach mehreren Stunden und einem massiven Einsatz von Wasser gelang es den Brand unter Kontrolle zu bekommen und ein Übergreifen auf die beiden Nachbargebäude zu verhindern. Zwischenzeitlich wurden neben den beiden Wenderohren zwei C-Rohre zur Brandbekämpfung eingesetzt. Große Flächen des Dachstuhls wurden dazu freigelegt. Insgesamt acht Trupps wurden nacheinander unter Atemschutz zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Dachstuhlbrand an der Jobststraße.
Dachstuhlbrand an der Jobststraße. Foto: Daniel Knopp

Die beiden Löschzüge der Berufsfeuerwehr wurden durch die Löschzüge Herne-Mitte, Herne-Süd, Holsterhausen und Röhlinghausen der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort unterstützt. Anfangs wurden aufgrund der Lage vier Rettungstransportwagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug bereitgestellt. Der Grundschutz wurde durch die Löschzüge Baukau und Sodingen und In der Wanne und BickernCrange sichergestellt. Noch während der Einsatz lief wurden durch die Kräfte des Grundschutzes zu einem Kellerbrand alarmiert. Hierbei handelte es sich aber um einen Fehlalarm. Durch Einsatzkräfte des DRK und ASB wurde an der Feuerwache 1 ein Versorgungsstützpunkt eingerichtet. Im Einsatz befanden sich insgesamt circa 120 Einsatzkräfte.

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