Bilanz der Arbeit und Blick nach vorne

Fünf Jahre Gestaltungsbeirat der Stadt Herne

Abbruch der Schrottimmobilie an der Castroper Straße / Ecke von-Bodelschwingh-Straße in Herne (NW), am Montag (27.05.2019). Die wewole-Stiftung hatte das verwahrloste Gebäude mit dem Grundstück im Februar von den niederländischen Besitzern erworben.
Der Gestaltungsbeirat berät auch, wie sich der geplante Neubau der wewole-Stiftung entwickeln könnte (Hier im Bild der Abriss der Schrottimmobilie). Foto: Stefan Kuhn

Vor bald fünf Jahren hat der Rat der Stadt Herne am 30. Mai 2017 die Einrichtung eines Gestaltungsbeirats beschlossen, dessen Ziel es ist, beratend die Weiterentwicklung von Herne voranzutreiben. Im Fokus steht dabei unter anderem die Stärkung der architektonischen und städtebaulichen Qualitäten. Der Expertenbeirat besteht aus unabhängigen Architekturexperten.

Bei einem Pressegespräch am Dienstag (17.5.2022) zogen Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, Achim Wixforth, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Stadtplanung Herne, und Prof. Andreas Fritzen vom Gestaltungsbeirat eine Bilanz der fünf Jahre und warfen zugleich einen Blick nach vorne. Denn: In seiner Sitzung, die am selben Tag stattfand, wurde dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung vorgeschlagen, die fünf externen Fachmitglieder des Beirats für weitere fünf Jahre zu berufen.

'Produktiver Austausch'

„Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Arbeit des Gestaltungsbeirats fortgesetzt werden würde. Denn die fachliche beratende Expertise setzt gute Impulse, wie sich Herne weiterentwickeln kann“, sagt OB Frank Dudda.

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda
Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Foto: Björn Koch

Auch Prof. Andreas Fritzen, der als Vorsitzender des Beirates zu den fünf stimmberechtigten Fachmitgliedern gehört, macht deutlich, wie wichtig ihm der Rat ist: „Es ist immer ein sehr produktiver Austausch und wir können bei vielen Projekten Gestaltungsvorschläge machen. Unser Ziel ist es, den Lebensraum aller zu verbessern."

Der Gestaltungsbeirat habe schon bei einigen Projekten beratend zur Seite gestanden. Als Beispiele seien der geplante Neubau der Wewole-Stiftung an der Castroper Straße oder auch der Ausbau des Shamrockparks zu nennen.

Perspektivwechsel aufgezeigen

„Durch das unabhängige Gremium des Expertenrates bekommen wir auch immer wieder einen Perspektivwechsel aufgezeigt. So können Veränderungen vorangebracht werden. Ich finde es immer wieder toll, dass wir auf Augenhöhe und konstruktiv miteinander ins Gespräch kommen und diskutieren. So entwickelten sich schon einige Projekte, die vom Beirat begleitet wurden, noch positiver", so Achim Wixforth.

Achim Wixforth.
Achim Wixforth, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Stadtplanung. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne

Wichtig sei Wixforth auch zu betonen, dass das Gremium Forschung und Lehre mit fachlicher praktischer Expertise vereine. „Empfehlungen werden ausgesprochen und Vorschläge gemacht. Nach diesen kann, aber muss sich nicht gerichtet werden. Es ist immer ein sehr offener Austausch", erläutert der Leiter des Fachbereichs Umwelt und Stadtplanung.

Alle Beteiligten seien zuversichtlich, die konstruktive Zusammenarbeit auch in den nächsten fünf Jahren fortsetzen zu können.

Rundgang am Montag (15.11.2021) auf dem Shamrockpark-Gelände welches unter anderem neue Wohn- und Bürogebäude erhalten soll, im Bild das Haus 3, welches ein Boutique Hotel werden soll.
Auch über die Erneuerung des Shamrockparks berät das Gremium. Foto: Marcel Gruteser
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