'Baum der Hoffnung' lässt Zuversicht wachsen

EvK Herne gedenkt der Corona-Toten

Katharina Henke, Krankenhausseelsorgerin am EvK Herne-Mitte und Initiatorin der Aktion 'Baum der Hoffnung', die zum Gedenktag, 18. April 2021, der rund 80.000 Corona-Toten in Deutschland startet.
Katharina Henke, Krankenhausseelsorgerin am EvK Herne-Mitte. Foto: EvK Herne

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den 18. April 2021, Sonntag, zum Gedenktag für die rund 80.000 Corona-Toten in Deutschland ausgerufen. Auch im Evangelischen Krankenhaus Herne sind COVID-19-Patienten gestorben. Anlass für Seelsorgerin Katharina Henke, sich im EvK mit einer eigenen Aktion an dem Gedenktag zu beteiligen. In der Zeit von Mittwoch, 14., bis Montag, 26. April 2021, entsteht hier ein „Baum der Hoffnung“.

Die Mitarbeitenden des EvK haben während dieser Zeit die Gelegenheit, auf bunten Karten zu notieren, was sie zuversichtlich stimmt, was ihnen Hoffnung gibt. Die Karten werden anschließend in einen Baum gehängt, der draußen neben dem Eingang steht. Wer eher bedrückt ist, kann auch diese Gedanken niederschreiben. Dafür liegen graue Karten bereit.

Die Krankenhausseelsorgerinnen Cornelia Kenkel (l.) und Dr. Zuzanna Hanussek begleiten die Aktion 'Baum der Hoffnung' anlässlich des Gedenktags 18. April im EvK in Eickel.
Krankenhausseelsorgerinnen Cornelia Kenkel (l.) und Dr. Zuzanna Hanussek vom EvK in Eickel. Foto: EvK Herne

Über 80 Patienten sind im EvK Herne an den Folgen ihrer COVID-19-Erkrankung verstorben. „Das ist für die Angehörigen und Freunde ein furchtbarer Verlust. Aber auch für unsere Mitarbeitenden war und ist es eine schwere innere Belastung, Menschen, die sie wochenlang intensiv versorgt haben, an den Tod zu verlieren“, sagte Katharina Henke. Die Schutzkleidung, die Mediziner und Pflegende tragen, schafft nur äußerlich eine Distanz.

Zum Ende der Aktion erhält der Baum einen Platz im Krankenhausgarten – damit die Hoffnung „Wurzeln schlagen“ kann. Bei der Andacht zur Pflanzung werden auch die ausgefüllten Karten thematisch eingebracht. „Uns ist es wichtig, den Blick nicht nur auf den Tod, sondern auch auf das Leben zu richten“, erklärt Katharina Henke. Auch wenn die Pandemie mit vielen Belastungen einhergegangen ist und immer noch einhergeht, dürfe man nicht außer Acht lassen, dass es doch nun langsam, Licht am Horizont gebe. Die wachsende Zahl der Geimpften sei ein solcher Hoffnungsschimmer.

Auch die Mitarbeiter am Standort Eickel des EvK haben die Gelegenheit, sowohl ihren hoffnungsspendenden als auch ihren bedrückenden Gedanken Ausdruck zu verleihen. Hier werden die Karten in einem Korb im Eingangsbereich gesammelt. Am Ende der Aktion, die von den beiden Krankenhausseelsorgerinnen Cornelia Kenkel und Dr. Zuzanna Hanussek begleitet wird, soll ebenfalls ein Baum im Krankenhausgarten gepflanzt werden.

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