Arzneimittel für Kinder und Jugendliche

Medikamente gegen Atemwegserkrankungen

Antibiotika wirken nur gegen bakterielle Infektionen und sind völlig unwirksam, wenn die Erkältung durch Viren ausgelöst wurde.
Antibiotika helfen nur beibakterielle Infektionen Foto: AOK/hfr

Medikamente gegen Atemwegserkrankungen und Bronchitis sind die am häufigsten verordneten Arzneimittel für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren in Herne. 17.309 Packungen erhielten allein die AOK-versicherten Kinder und Jugendlichen im Jahr 2019. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Auf den weiteren Plätzen folgen Schmerz- und fiebersenkende Mittel mit 11.362 Packungen und Antibiotika mit 4.428 Packungen. „Damit Antibiotika als lebenswichtige Medikamente auch in Zukunft noch wirksam bleiben, ist es wichtig, dass sie sinnvoll eingesetzt werden“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Medikamente gegen Atemwegserkrankungen und Bronchitis sind die am häufigsten verordneten Arzneimittel für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren in Herne.
Kinder und Jugendliche: Häufigste Medikamente gegen Atemwegserkrankungen und Bronchitis, Foto: AOK/hfr

Viele Betroffene wissen nicht, dass Antibiotika nur in den seltensten Fällen gegen Erkältungskrankheiten helfen. „Wenn der Hals kratzt, die Nase läuft und leichtes Fieber im Anmarsch ist, sind meist Viren die Ursache. Antibiotika hingegen wirken nur gegen bakterielle Infektionen und sind völlig unwirksam, wenn die Erkältung durch Viren ausgelöst wurde“, so Kock. Wenn ein Antibiotikum eingenommen werden muss, ist außerdem die korrekte Einnahme von entscheidender Bedeutung. Beispielsweise müssen die Zeitabstände exakt stimmen, damit die Antibiotikamenge im Körper immer hoch genug ist, um die Bakterien sicher zu bekämpfen. Bei unsachgemäßem Einsatz werde jedoch die Entstehung von resistenten Bakterien beschleunigt. „Damit verliert die Medizin ihre therapeutischen Möglichkeiten bei der Behandlung von bakteriellen Infektionen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist ein zurückhaltender und verantwortungsbewusster Antibiotikaeinsatz unbedingt erforderlich“, sagt Kock.

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