'Alles außer oberflächlich'

Archäologiemuseum zeigt sich in neuem Design

Das Westffälische Museum für Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) am Europaplatz in Herne (NW), am Dienstag (22.09.2020). An diesem Tag wurde an der Fassade ein Transparent mit der neuen Werbung für das Museum angebracht.
Das Transparent wirbt für den neuen barrierefreien Internetauftritt des Archäologie Museums. Foto: Stefan Kuhn

Mit neuem Anspruch und frischem Design präsentiert sich seit Dienstag (22.9.2020) das LWL-Museum für Archäologie in Herne. Anlass war der neue barrierefreie Internetauftritt des Museums entsprechend des „Inklusiven Internets“ des LWL. Daraufhin wurden auch sämtliche Printprodukte, Social Media-Profile und die Banner für den öffentlichen Raum überarbeitet und die Arbeit des Hauses unter ein neues Motto gestellt: „Alles außer oberflächlich“.

„Das neue Motto bezieht sich sowohl auf die Besonderheit unserer Ausstellungen unter Tage als auch auf die tiefgehende Wissenschaft der Archäologie“, erklärt Museumsleiterin Dr. Doreen Mölders. „Und natürlich sind wir auch in unserer täglichen Arbeit alles außer oberflächlich“, fügt sie hinzu. Fragmente roter Buchstaben, die vollständig das Wort „Archäologie“ ergeben, sind fortan das Merkmal aller Kommunikationsmittel.

Das Westffälische Museum für Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) am Europaplatz in Herne (NW), am Dienstag (22.09.2020). An diesem Tag wurde an der Fassade ein Transparent mit der neuen Werbung für das Museum angebracht.
Das Transparent wirbt für den neuen barrierefreien Internetauftritt des Archäologie Museums. Foto: Stefan Kuhn

„Sie erinnern in ihrer fragmentarischen Darstellung an die Bruchstücke der historischen Überlieferung“, meint Mölders. „Die Hauptquelle der Archäologie ist ja die meist zerstörte materielle Kultur. So wird durch sie die Lückenhaftigkeit von Geschichte am ehesten sichtbar.“

Das Rot der Buchstaben nimmt die Farben von Fluchtstangen auf. Diese dienen auf einer archäologischen Ausgrabung der Markierung von Grabungsfläche und Fundpunkten. Sie flankieren auch das Archäologiemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), innen wie außen.

Mölders: „Archäologie geht unter die Erde und im besten Fall auch unter die Haut. Sie spricht regional wie global dieselbe Sprache, nämlich jene der sogenannten dinglichen Hinterlassenschaft, die es für ein besseres Verständnis von Geschichte und Gegenwart braucht.“ Mit der neuen Website wolle man alle Menschen ansprechen - ungeachtet ihrer körperlichen oder geistigen Einschränkungen, ihres Alters oder ihrer Herkunft, erklärt die Museumsleiterin.

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