28. Frauenwoche - 'Gemeinsam stark'

Sabine Schirmer-Klug, Leiterin vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt und Cordelia Neige vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt.
Sabine Schirmer-Klug, Leiterin vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt und Cordelia Neige vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Eigentlich würde auch die 28. Herner Frauenwoche mit einer großen Veranstaltung im Kulturzentrum Herne eröffnet. Doch Pandemie-bedingt ist auch das ein wenig anders. In einer Videokonferenz am Freitag (19.2.2021) stellten Sabine Schirmer-Klug, Leitung des Büros für Gleichstellung und Vielfalt, und Cordelia Neige, stellvertretende Bereichsleiterin des Büros für Gleichstellung und Vielfalt, das Programm der Herner Frauenwoche vor.

Die diesjährige Frauenwoche findet von Freitag, 5., bis Sonntag, 21. März 2021, unter dem Motto „gemeinsam STARK“ statt. Das Programm liegt seit dieser Woche in allen öffentlichen Gebäuden wie beispielsweise dem Rathaus aus. Dieses Jahr nutzt die Frauenwoche aufgrund der Corona-Pandemie neue Online-Formate und bietet sowohl Online- als auch Präsenzveranstaltungen an.

Pandemie zeigt geschlechterspezifische Ungleichheiten

„Das Motto 'gemeinsam STARK' haben wir gewählt, weil die Pandemie noch einmal die geschlechterspezifischen Ungleichheiten und die spezifischen Belastungen für Frauen hervorgehoben hat", erklärt Sabine Schirmer-Klug.

Besonders Frauen seien durch die Pandemie nochmals enorm persönlich belastet. Gerade berufliche "Frauen-Domänen" wie Berufe in der Kranken-und Altenpflege sind stark von der Pandemie betroffen. „Viele Frauen arbeiten ebenfalls im Einzelhandel oder Gastrobereich. Zahlreiche als Minijobberinnen, da spüren sie die Auswirkungen der Pandemie auch im Einkommen", so Schirmer-Klug. Ebenso belaste die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, da ein Großteil der Sorge-Arbeit immer noch an den Frauen hängen bleibe.

Deshalb war es den Verantwortlichen ein Anliegen, auf diese Ungleichheiten aufmerksam zumachen und die Pandemie als eine gemeinsame gesellschaftliche Anstrengung anzusehen.

Ebenso stand die Planung im Zeichen von Corona. „Zunächst waren wir in Bezug auf die Planung sehr optimistisch, da sie bereits im September des letzten Jahres begann. Die Infektionszahlen waren niedrig und alles war offen. So hatten wir auch bereits das Kulturzentrum angemietet", sagt die Leiterin des Büros für Gleichstellung und Vielfalt.

Doch aufgrund der Entwicklungen habe man sich dazu entschieden, Online-Formate und sowohl Online- als auch Präsenzveranstaltungen anzubieten.

Eröffnung digital

Die Eröffnungsveranstaltung werde auch anders als gewohnt stattfinden. Am Freitag, 5. März 2021, um 16 Uhr wird die Eröffnung digital stattfinden. Dennoch werde es Wiedererkennungs-Elemente geben. Das Duo TwoLightBlue sorgt für die musikalische Online-Unterhaltung und Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda wird ein Grußwort sprechen.

Eröffnung der 26. Herner Frauenwoche im Kulturzentrum.
So sieht es normalerweise bei der Eröffnung aus. In diesem Jahr findet alles digital statt. Foto: Carola Quickels

Anstelle der Programmpunkte und Informationstellen, wird die Autorin und Geschlechterforscherin Anna Schiff einen Online-Vortrag zum Thema 'Sexistische Werbung' halten. Dieser Vortrag wurde aufgezeichnet und ist ab dem 5. März 2021, vierzehn Tage über die städtische Website online abrufbar.

„Wir sind froh, dass wir trotz Corona 54 Veranstaltungen anbieten können. Obwohl es ein Rückgang zu den letzten Jahren ist, ist es zum Glück nur ein kleiner", berichtet Cordelia Neige.

So gibt es beispielsweise am Dienstag, 9. März 2021, um 17 Uhr einen Online-Vortrag des Weißen Ring zum sogenannten Romance Scamming. Bei dieser Betrugsmasche werden gefälschte Profile in Singlebörsen dazu benutzt werden, den Opfern Verliebtheit vorzugaukeln mit dem Ziel, die Betrogenen finanziell auszunutzen.

Ebenso findet an diesem Tag die Online-Veranstaltung Frauenmärchen – Ein musikalisch-literarisches Erzählprogramm mit Märchen und Geschichten von klugen und mutigen Frauen statt. Die Literaturpädagogin und Erzählerin Sabine Schulz nimmt ihre Zuhörer dabei mit auf eine Reise in die Märchenwelt. So gibt es darüber hinaus unter anderem Veranstaltungen zum Thema Selbstfürsorge, Frauen in Minijobs oder auch Patientenverfügungen.

Das ganze Programm ist online einsehbar und liegt in allen öffentlichen Gebäuden aus. Für einige Veranstaltungen ist eine vorherige Anmeldung per Tel 02323/16-2629 oder E-Mail gleichstellung-vielfalt@ herne.de erforderlich, sowie ein Mail- und Internetzugang. Die Verantwortlichen senden den Teilnehmenden einen Link und Informationen zu, damit sie unkompliziert teilnehmen können. Bei jeder Veranstaltung wird es eine umfangreiche Information und Einführung geben. Die Veranstaltungen, bei denen eine vorherige Anmeldung erforderlich ist, sind im Programm gekennzeichnet.

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