Blumenthal-Beirat hat die Arbeit aufgenommen

Die ehemalige Zeche General Blumenthal.
Die ehemalige Zeche General Blumenthal. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Die Stadt Herne hat einen Beteiligungsprozess für die Entwicklung der Zechenbrache General Blumenthal ins Leben gerufen. Der sogenannte „Kommunale Entwicklungsbeirat“ ist nun erstmals in der letzten Mai-Woche 2022 im Plenum zusammengekommen und hat die praktische Arbeit aufgenommen.

Inhaltlich und kommunikativ begleitet das Humboldt-Viadrina Forum um Prof. Gesine Schwan den Prozess (halloherne berichtete). Als lokale Moderatoren fungieren Gudrun Thierhoff und Heinz Letat. Die Stadt Herne sorgt für den organisatorischen Rahmen der Workshops. Bis zum November 2022 sind drei weitere in Präsenz geplant und terminiert. Ziel des Beirats ist es, die unterschiedlichen Interessen für das Projekt zu bündeln und in einen inhaltlichen, durchaus kontroversen Austausch zu gelangen, Verständnis für andere Positionen zu schaffen und mögliche Kompromisse für die weiteren Beratungen im politischen Raum zu erarbeiten.

Zum Auftakt des Treffens begrüßte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda die Teilnehmer im Bürgersaal der Akademie Mont-Cenis. In der Sitzung hat der Beirat nach Klärung von Formalia für die weiteren Beratungen vier Themenbereiche identifiziert, die bei den kommenden Treffen in kleineren Gruppen bearbeitet werden. Konkret geht es dabei um die Felder Mobilität und Verkehr, Umwelt und Naturschutz, Soziales sowie Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie.

Der Kommunale Entwicklungsbeirat in Herne ist ein Pilotprojekt, initiiert von der Humboldt-Viadrina Governance Platform (HVGP) und gefördert von der E.on Stiftung für den Zeitraum Januar bis November 2022. Gemeinsam mit der Projektleitung der HVGP wird das Projekt von Seiten der Stadt über Dr. Christina Rentzsch (Stabstelle „Zukunft der Gesellschaft“ im Büro des Oberbürgermeisters) zwischen Berlin und Herne koordiniert und begleitet.

Dem Beirat gehören an: der Eickeler Bezirksbürgermeister Arnold Plickert, Vertreter von vier Ratsfraktionen: Udo Sobieski (SPD), Timon Radicke (CDU), Rolf Ahrens (Bündnis 90/Die Grünen) und Daniel Kleibömer (Die Linke). Den Integrationsrat vertritt dessen Vorsitzender Ibrahim Baltaci. Für den Seniorenbeirat nimmt Magdalene Sonnenschein teil und für den Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung dessen Vorsitzende Bettina Szelag. Den Bereich Jugend vertreten KiJuPa- Geschäftsführerin Victoria Apel und Rebecca Goeke vom Stadtjugendring und Nuray Sülü (Kinderanwältin).

Für die Bürgerinitiative Stadtwald haben Waltraud Böhm und Rolf Reinholz ihre Mitarbeit zugesagt. Aus der organisierten Zivilgesellschaft kommen hinzu: Ingrid Reckmeier (BUND), Norbert Kilimann (NABU), Kornelia Matzat-Filler (Stadtverband der Gartenfreunde Herne-Wanne), Andreas Giga (Emschergenossenschaft), Hans-Peter Karpinski (Stadtsportbund), Ansgar Montag (Caritas), Marc Schaaf (AWO), Stefan Marx (DGB Ruhr), Henrich Kleyboldt (IHK) und Svenja Tietje (Ruhr HUB). Ihre externe Expertise bringen der frühere Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Prof. Dr. Jürgen Bock, bis vor kurzem Präsident der Hochschule Bochum, ein.

Den Aktivitäten des Beirates kann über diesen Link gefolgt werden: www.kebherne.blog. Darüber hinaus gibt es bei Instagram den Kanal „KEB Herne“, über den Fotos und weiterführende Informationen abgerufen werden können.

Quelle: