Filme streamen mit der Stadtbibliothek

Neues Angebot 'filmfriend' bietet viele Möglichkeiten

Vorstellung des digitalen Angebots
Vorstellung des digitalen Angebots "filmfriend" in der Stadtbibliothek Herne. Mit dem Ausweis können jede Menge Spielfilme, Dokus und Kinderfilme angesehen werden. Im Bild Marcel Esser (Mitarbeiter der Stadtbibliothek). Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Der Mai startet bei der Stadtbibliothek Herne mit einem neuen digitalen Angebot. Mit „filmfriend“ wurde seit Sonntag (1.5.2022) der Bibliotheksausweis der Stadtbibliothek zum Reisepass, der Entdeckungen in die weite Welt des Films ermöglicht. Jede Menge Spielfilme, Dokus und Kinderfilme stehen auf www.filmfriend.de, in der „filmfriend“-App oder auf dem Fernseher zur Verfügung.

„filmfriend“ ist ein Video-on-Demand-Filmportal speziell für deutschsprachige öffentliche Bibliotheken. Die Anmeldung erfolgt einfach von zu Hause, in der Bahn oder im Café, und zwar mit Ausweisnummer und Passwort über die Homepage, über den Online-Katalog der Stadtbibliothek oder unter www.filmfriend.de.

Idee kam schon früher auf

„Schon im vergangenen Jahr kam der Gedanke auf, ein digitales Filmportal anzubieten. Unterstützt wurden wir dabei durch Nachfragen aus der Bevölkerung“, berichtet Ingrid von der Weppen, Leiterin der Stadtbibliothek.

Das Portal bietet mehr als 3.500 internationale Spiel- und Dokumentarfilme, Serienfolgen und Kurzfilme, ambitioniertes Arthouse-Kino aus aller Welt, Genrefilme, Komödien und Dramen für Filmliebhaber und Cineasten, für Familien, Kinder und Jugendliche. Zwei Drittel des Angebots bestehe aus Spielfilmen, je zehn Prozent machen Kinder- und Dokumentarfilme aus, erklärt von der Weppen. Der Katalog wird stetig erweitert, sodass es auch immer wieder neue Filme und Serien zu entdecken gibt. „filmfriend“ sei eine hochwertige Alternative zu den kommerziellen Streaming-Portalen wie Netflix oder Amazon Prime, findet die Bibliotheksleiterin.

Vorstellung des digitalen Angebots
Vorstellung von "filmfriend": (v.li.) Tabita Koch (Öffentlichkeitsarbeit), Dorothé Schlautmann (stellv. Leiterin der Stadtbibliothek), Ingrid von der Weppen (Leiterin) und Marcel Esser (Mitarbeiter). Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

„Was uns gut gefällt, ist, dass das Portal viel Wert auf eine gute Auswahl, auf Qualität, aber auch auf eine gute Vermittlung und eine Einordnung legt“, so von der Weppen. Auch Hintergrundinformationen zu den Filmschaffenden, den Regisseuren, Produzenten und Darstellern stehen zur Verfügung. Auf speziellen redaktionell aufbereiteten Seiten werden verschiedene Themen beleuchtet und eine entsprechende Filmauswahl präsentiert – samt Hintergrundinformationen und weiterführenden Links. Das Angebot für Kinder werde von Fachleuten zusammengestellt, ergänzt Dorothé Schlautmann, stellvertretende Leiterin der Stadtbibliothek: „Auch für die Kinder gilt: ‚Klasse statt Masse‘.“

Kostenlos und werbefrei für Bib-Nutzer

Bibliotheksnutzer haben unbeschränkten Online-Zugang zu allen Filmen – kostenlos, werbefrei und ohne Erhebung personenbezogener Daten, denn die Anmeldung erfolgt mit Ausweisnummer und Passwort der Bibliothek. Dabei wird auch die Altersfreigabe für Kinder automatisch geprüft. Ein Bibliotheksausweis kostet 15 Euro im Jahr, ermäßigt 7,50 Euro.

„Das ist für uns ein weiterer Schritt in der Digitalisierung“, so Schlautmann. Neben der OnleiheRuhr, dem Zeitungen- und Zeitschriftendienst „PressReader“ und Veranstaltungsstreams sei „filmfriend“ in dieser Hinsicht ein weiterer Baustein.

Alle Filme können auf TV-Geräten komfortabel mit einer App für Android TV, Fire TV und Apple TV oder via ChromeCast gestreamt werden. Alternativ ist die Nutzung auf PC oder Mac, Tablet oder Smartphone über den Internetbrowser möglich. Auch eine App für Apple iOS- und Android-Mobilgeräte steht zur Verfügung, die Downloads und eine Offline-Nutzung für unterwegs ermöglicht. Die Potsdamer Filmwerte GmbH betreibt das Portal. Circa 500 Bibliotheken sind „filmfriend“ angeschlossen.

Vorstellung des digitalen Angebots
Auf Tablets, Smartphones, Computern aber auch TV-Geräten mit passenden Apps kann man das Angebot streamen. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne
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