Bienenhaus am Pantringshof eingeweiht

Die Pantringshof-Kids sind ins Honiggeschäft eingestiegen.
Die Pantringshof-Kids sind ins Honiggeschäft eingestiegen. Illustrator: Jörg Lippmeyer
Bienenhaus-Eröffnung: Natürlich gab es Schnittchen mit eigenem Honig.
Passend zur Bienenhaus-Eröffnung gab es natürlich Schnittchen mit eigenem Honig. Foto: Carola Quickels

Kleiner großer Bahnhof an der Grundschule am Pantringshof: Am Freitag (9.10.2020) wurde das neue Bienenhaus eingeweiht. Klassensprecher der vier Jahrgänge durften die roten Bänder durchschneiden und verteilten anschließend kleine Schnittchen mit dem schuleigenen Honig. „Dass unser Bienenhaus überhaupt Realität wurde, das haben wir unserer Sponsorin Brigitte Roggel zu verdanken“, sagte Fabian Fink im halloherne-Gespräch, „und darum ist sie natürlich heute auch dabei. Ebenso wie der Imker Gerd Salomon und Malte Lütjens.“ Ebenfalls dabei waren die ehemaligen Schulleiter Elisabeth Kuschkewitz und Karl-Heinz Hayden. Hayden hat 1995 den "Lebensraum für Pflanzen und Tiere" - wie der Naturbereich heißt - mit Schülergruppen errichtet.

Warum die pensionierte Lehrerin, Brigitte Roggel, das Bienenhaus mit 1.200 Euro gesponsert hat, erklärt sie so: „Diese Schule interessiert mich schon länger, da sie ein wunderschönes und schuleigenes Naturgebiet hat. Bei einem Schulfest hörte ich von dem Bienenhausplan und dass die finanziellen Mittel fehlten. Da habe ich mich sofort bereiterklärt, diesen Plan zu unterstützen." Zusammen mit Fabian Fink hat sie ein Holzhaus bei Hornbach ausgesucht, das die Firma Hornbach mit weiteren 700 Euro sponserte.

Schüler der GS Pantringshof bei der Eröffnung des Bienenhauses. Der verantwortliche Lehrer Fabian Fink mit Kindern der GS Pantringshof bei der Eröffnung des Bienenhauses. v.l. Schulleiterin Elif Roßmannek, Schülerin und Lehrer Fabian Fink.

Bienenhauseinweihung am Pantringshof

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Seit vier Jahren besteht an der Grundschule Pantringshof schon die Zusammenarbeit mit den fleißigen schwarz-gelben Bienen und der nicht minder fleißigen Schulgemeinschaft. „Angefangen haben wir die Imkerei mit einer Spende von 1.000 Euro, die damals von den Leos Herne kamen“, erzählte Fabian Fink. Billig sei die Imkerei nicht, schließlich mussten Imker-Anzüge für die Kinder besorgt werden, immer wieder Gläser für den Honig, Etiketten, Wachsplatten und natürlich - ganz wichtig: eine Honigschleuder. Die kommt jetzt in das frisch eingeweihte Bienenhaus.

Der Imker Gerd Salomon.
Der Imker Gerd Salomon. Foto: Carola Quickels

Große Unterstützung erfahren die kleinen Imker von einem großen Imker: Gerd Salomon. Fink: „Gerd Salomon ist quasi mein Imker-Vater. Ohne ihn wäre das alles gar nicht möglich. Nicht nur, dass er das alles in seiner ganzen Freizeit hier macht, er kann auch noch total toll mit den Kindern umgehen." Als im April 2018 zum ersten Mal die Honigernte anstand, hat der große Imker immer zehn kleine Imker aus allen Klassen dazu geholt, die dann den Honig aus den Waben ernten durften. Das war für alle eine spannende Angelegenheit.

Malte Lütjens - pensionierter Oberstudiendirektor und aktiver Naturpädagoge für den Lernort Natur der Kreisjägerschaft Emschergau.
Malte Lütjens, der Naturpädagoge. Foto: Carola Quickels

Regelmäßig haben die Grundschüler Unterricht im Naturgebiet, wobei sich das für die Kinder nicht wie Unterricht anfühlt. Fink: „Wir imkern mit den Kinder, wir bauen Obst und Gemüse an, wir legen Lebensräume für die Natur an und bringen den Kindern so ganz nebenbei viele Dinge über den Naturschutz bei.“ Für viele Kinder sei das alles Neuland, weiß Fabian Fink. Ihnen sei nicht klar, wie Obst und Gemüse wächst und gedeiht.

Der Schule und den Kindern zur Seite steht seit vielen Jahren Malte Lütjens - pensionierter Oberstudiendirektor und aktiver Naturpädagoge für den Lernort Natur der Kreisjägerschaft Emschergau. Lütjens kommt jeden Mittwoch für zwei Stunden: „ Ich mache dann mit den Kindern Naturunterricht. Wir sähen und sägen, ich erkläre die Baumarten und wir ernten.“

Bienen-Biotop auf dem Eickel Center.
Die fleißigen Honigbienen. Foto: Carola Quickels

Fabian Fink: „Aber Malte Lütjens macht noch viel, viel mehr. Er gehört schon so fest zu dem Natur-Team, dass wir uns gar nicht vorstellen können, wie es wäre, wenn er nicht mehr dabei ist. Mit ihm habe ich auch das Bienenhaus aufgebaut, in dem wir nun endlich auch den Honig schleudern können. Hätte ich es alleine aufbauen müssen, dann wäre es bestimmt schon wieder zusammen gebrochen.“

So kann sich der verantwortliche Lehrer, Fabian Fink, nicht nur auf die fünf Bienenvölker und seine Schüler verlassen, sondern eben auch auf viele ehrenamtliche Helfer. „Ohne sie, hätten wir die Imkerei nicht auf die Beine stellen können“, sagt er.

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