Herner Hall of Fame eröffnet

Gleich geht es in die Hall of Fame.
Gleich geht es in die Hall of Fame. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne

In Herne steht der Spitzensport aktuell ganz hoch im Kurs. Doch auch in der Vergangenheit gab es bereits viele Medaillen, Meisterschaften und Rekorde. Um die Leistungen noch einmal zu würdigen und die nächste Generation zu motivieren, eröffnete Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda am Dienstag (7.5.2019) gemeinsam mit vielen Ehrengästen im Herner Rathaus die Hall of Fame (Halle des Ruhmes) für den Sport. „Ich bin stolz darauf, dass einige unserer Sporthelden nicht nur ein Erinnerungsstück zur Verfügung stellen, sondern persönlich gekommen sind“, freute sich Dudda über den Zuspruch, den die Hall of Fame erfuhr. Dabei war der Termin perfekt gewählt. Eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung empfing Dr. Dudda die Basketball-Damen des HTC, die sich nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft ins Ehrenbuch der Stadt eintrugen.

Staunen in der Hall of Fame
Frank Dudda und Emina Karic. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne

Im Interview mit Moderator Jochen Schübel schilderten Emina Karic (HTC) und Marcus Marsall (HEV) noch einmal die vergangenen Wochen, die in Herne für so viel Euphorie sorgten. Marsall kam nicht mit leeren Händen und überreichte dem Oberbürgermeister ein Trikot. Ein Trikot mit der Rückennummer 850 hatte im Vorfeld auch HEV-Legende Guido Drongowski zur Verfügung gestellt. Er erhielt es zum Abschluss seiner Karriere nach 850 Spielen. Nun ist es in der Hall of Fame zwischen den Sitzungsräumen 212 und 214 verewigt.

Olympia-Medaille von Christian Keller

Christian Keller.
Christian Keller. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne

Von einer besonderen Strahlkraft sprach Dr. Dudda bei der Leihgabe von Christian Keller. Der ehemalige Schwimmstar stellte tatsächlich seine Bronze-Medaille zur Verfügung, die er 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta gewann. Ein Olympia-Teilnehmer trennt sich sicherlich nicht gerne von seiner Medaille. Für Keller kein Problem. Im Gegenteil: „Als ich vom Oberbürgermeister gefragt wurde, habe ich sofort ja gesagt“, so Keller, der auch für die Olympischen Spiele im Ruhrgebiet warb. „Das wäre doch der Hammer.“ Ruderer Bernd Heidicker würde wahrscheinlich sofort wieder für den Deutschland- Achter trainieren, mit dem er so viele Erfolge feierte. Das Aushängeschild des RVE gab gerne seinen Einteiler, mit dem er 2006 zum WM-Titel ruderte.

Hall of Fame ist eine tolle Geschichte

Thorsten Kinhöfer überreichte seinen FIFA-Dress. „Als Schiedsrichter hat man keinen Fanclub, man ist Einzelkämpfer, deshalb ist es für mich eine große Ehre dabei zu sein. Das ist wirklich eine tolle Geschichte, so etwas auf die Beine zu stellen“, sagte der Schiedsrichter des Jahres 2013, und lobte damit insbesondere Philipp Stark, der im Rathaus die Idee hatte und die Umsetzung realisierte. Kontakt nahm er auch mit Günther Feldhaus auf. Die Tischtennis-Legende des DSC ist nun ebenso in der Hall of Fame vertreten wie Torwart Hans Tilkowski oder Fußballer Yildiray Bastürk, der ein Trikot der türkischen Nationalmannschaft zur Verfügung stellte. Ein Nationalmannschafts- Trikot gab es auch von Ex-Ungarn-Trainer Bernd Storck.

Die Hoffnung des Oberbürgermeisters

Marek Piotrowski mit seinen Basketballerinnen.
Marek Piotrowski mit seinen Basketballerinnen. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne

Mit Leihgaben verewigt sind zudem FIFA-Schiedsrichterin Marina Wozniak, Leichtathletik-Profi Marius Probst sowie der Top-Kegler Ralf Hirschhöfer und die A-Jugend-Handballer von Westfalia Herne. Nicht fehlen darf natürlich Helga Reich, die große Schwimmerin des SC Wiking. Noch ist etwas Platz in der „Hall of Fame“. Der Oberbürgermeister hätte aber auch keine Probleme damit, noch mehr Raum für weitere Exponate zu schaffen: „Wir glauben, dass im Herner Sport noch viel erreicht werden kann. Wir sind bereit für viele neue Titel.“

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