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Westfalenmeister David Salewski (Mitte) mit den Trainern Joachim Gerdesmann (li.) und Bülent Yilmaz.

Boxring Schwarz-Weiß Unser Fritz bei den Westfalenmeisterschaften

Zwei Titel und ein Vizemeister

Bei der Westfalenmeisterschaftsfinalrunde am Samstag und Sonntag (11./12.7.2026) in Gronau präsentierten sich die Boxer des Boxring Schwarz-Weiß Unser Fritz in hervorragender Form. Nachdem sich bereits drei Athleten für das Halbfinale qualifiziert hatten, schafften am Samstag alle den Einzug ins Finale. Am Sonntag wurden daraus zwei Westfalenmeistertitel und eine Vizemeisterschaft.

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Im Halbfinale des Leichtgewichts (bis 60 kg) bewies Mehdi Salashor einmal mehr seine ausgezeichnete Kondition und seinen großen Kampfgeist. Gegen seinen überfallartig angreifenden Gegner aus Gütersloh geriet er in der ersten Runde zunächst ins Hintertreffen. Nach den taktischen Anweisungen seines Trainers Joachim Gerdesmann änderte sich jedoch das Bild. Ab der zweiten Runde übernahm Salashor zunehmend die Kontrolle, setzte seinen Gegner immer stärker unter Druck und machte mit einem fulminanten Endspurt den verdienten Finaleinzug perfekt.

Rückstand aufzuholen

Im Finale lief es für den Unser Fritzer nicht ganz nach Wunsch. Gegen Ahmed Yousef vom Boxsport Bielefeld musste Salashor erneut einen Rückstand aus der ersten Runde aufholen. Zwar steigerte er sich mit jeder Runde, stellte seinen Gegner immer wieder an den Seilen und deckte ihn mit wirkungsvollen Kombinationen ein. Doch der Bielefelder verstand es, sich immer wieder geschickt aus den gefährlichen Situationen zu befreien und seinen Vorsprung bis zum Schluss zu verteidigen. Am Ende musste sich Mehdi Salashor nach Punkten geschlagen geben und durfte sich über den Titel des Westfalen-Vizemeisters freuen.

Im Mittelgewicht zeigte David Salewski sowohl im Halbfinale als auch im Finale eine taktisch starke Vorstellung. Im Halbfinale traf er erneut auf einen Schlagstarken Boxer. Den für seine Schlaghärte bekannten Farit Murat Giesen vom Boxzentrum Münster. Wie bereits im Viertelfinale setzte Salewski konsequent auf seine Beweglichkeit und seine schnellen, geraden Hände. Dadurch ließ er die gefährlichen Schläge seines Gegners ins Leere laufen und wurde verdient klarer Punktsieger.

Unterstützung in einer Pause.

Im Finale wartete mit dem Gronauer Lokalmatadoren Zaki Sleyman Azedin ein groß gewachsener und äußerst beweglicher Mittelgewichtler. Doch auch hier ging die Taktik von Trainer Gerdesmann voll auf. Mit gut vorbereiteten und konsequent vorgetragenen Angriffen setzte Salewski seinen Gegner ständig unter Druck. Azedin konnte sich häufig nur durch Halten und Klammern befreien, während die präzisen Geraden zum Kopf und Körper sowie die Aufwärtshaken des Unser Fritzers immer wieder ihr Ziel fanden. Am Ende ließ sich David Salewski den verdienten Sieg und damit den Titel des Westfalenmeisters nicht mehr nehmen.

Energische Vorwärtsangriffe

Im Halbschwergewicht hatte Anasse Azarfane das Finale kampflos erreicht, nachdem kein Gegner im Halbfinale gegen ihn angetreten war. Im Finale traf er dann auf den offensiv boxenden Abdul Munir Ahmadi aus Vreden. Der Kampf begann wie erwartet mit energischen Vorwärtsangriffen des Vredeners, dessen harten Geraden Anasse jedoch geschickt auswich und erfolgreich konterte. Mit jedem erfolgreichen Konter wurden die Angriffe von Ahmadi ungestümer, gingen aber immer häufiger ins Leere.

Dann kam die entscheidende Szene: Nach einem weiteren unkontrollierten Angriff konterte Anasse im Rückwärtsgang mit einer präzisen Hakenserie, durch die sein Gegner einen Cut erlitt. Auf Anraten des Ringarztes brach der Ringrichter den Kampf ab. Anders als bei einem üblichen RSC-Sieg griff in diesem Meisterschaftsfinale jedoch die sogenannte Meisterschafts-Finalregel. Diese besagt, dass ein Kampf in einem solchen Fall nicht vorzeitig gewertet wird, sondern anhand der bis zum Abbruch erzielten Wertungspunkte entschieden werden muss. Die Punktrichter bestätigten allerdings den bisherigen Kampfverlauf eindeutig und erklärten Anasse Azarfane zum Sieger und neuen Westfalenmeister im Halbschwergewicht.

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Alle drei überzeugen

Mit zwei Westfalenmeistertiteln durch David Salewski und Anasse Azarfane sowie der Vizemeisterschaft von Mehdi Salashor konnten alle drei gemeldeten Boxer des Boxring Schwarz-Weiß Unser Fritz überzeugen. Das hervorragende Abschneiden ist zugleich ein eindrucksvoller Beleg für die kontinuierlich gute Trainingsarbeit im Boxzentrum Wanne-Eickel und lässt optimistisch auf die kommenden Aufgaben blicken.

Holte den Titel als Westfalenmeister: Anasse Azarfane vom Boxring Schwarz-Weiß Unser Fritz.
Montag, 13. Juli 2026 | Quelle: Joachim Gerdesmann