Verkehrswacht sagt Teilnahme an Aktion ab

'sicher.mobil.leben.' initiiert von der Polizei

Schulanfangsaktion von Verkehrswacht und Polizei.
Verkehrswacht Wanne-Eickel. Foto: Stefan Kuhn

Die Verkehrswacht Wanne-Eickel sagt die Teilnahme an dem bundesweiten „sicher.mobil.leben.“ Aktionstag , 5. Mai, der von der Polizei initiiert wird, ab. Der Aktionstag am Mittwoch, 5. Mai 2021, der unter dem diesjährigen Motto 'Radfahrende im Blick' steht, soll die Sicherheit auf dem Fahrrad in den Fokus nehmen, dazu finden unter anderem polizeiliche Kontrollen statt. Die Verkehrswacht ist Partner der Aktion und widmet sich vorrangig den beiden Themen „Sichere Ausstattung“ und „Fahrradhelm“.

Seniorennachmittag der Verkehrswacht
Verkehrswacht Wanne-Eickel hat ein Auge auf die Verkehrsteilnehmer. Foto: Herbert Terlau

In einer Pressemeldung der Verkehrswacht heißt es: „Corona-bedingt sagen wir als Verkehrswacht Wanne-Eickel unsere Veranstaltungen zum bundesweiten Aktionstag ab. Dafür startet auch die Verkehrswacht Wanne-Eickel eine Online-Kampagne und wird vor allem in den Sozialen Netzwerken Tipps und Ideen zum passenden Helm und wie er richtig getragen wird geben. Außerdem informiert sie darüber, was alles an ein verkehrssicheres Fahrrad gehört und wie darüber hinaus Unfälle vermieden werden können.“

Ministerbesuch und Radübergabe an der Jugendverkehrsschule.
Jugendverkehrsschule. Foto: Herbert Terlau

Hintergrund Statistik

Durch die Beschränkungen der Corona-Pandemie sind mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs. Das zeigt sich leider auch in den Unfallzahlen. Während deutlich weniger Menschen zu Fuß und mit dem Auto tödlich verunglückten, stagnierte die Zahl bei Radfahrenden. In 2020 verloren 426 Menschen auf dem Sattel ihr Leben. Fast jeder Dritte stirbt bei Alleinunfällen. Hierbei müssen allerdings die immer beliebter werdenden Pedelecs („E-Bikes“) gesondert betrachtet werden, denn während auf „normalen“ Fahrrädern weniger Menschen verunglücken, stieg die Zahl tödlicher Unfälle mit Elektrofahrrädern um etwa 20 Prozent.

Problem Präventionsarbeit

Auch wenn es wünschenswert ist, dass mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs sind, zeigen sich dadurch auch Probleme in der Verkehrssicherheit. Viele Radverkehrsanlagen sind in schlechtem Zustand und überlastet. Außerdem fehlen vielen Neueinsteigern besonders auf „E-Bikes“ noch die nötige Fahrerfahrung. Nicht zuletzt kann in der Pandemie kaum Präventionsarbeit der Verkehrswachten stattfinden, um den Unfallzahlen entgegenzuwirken.

Die neue Jugendverkehrsschule.
Die neue Jugendverkehrsschule. Foto: VW/ Jochen Hornauer

Die Verkehrswacht Wanne-Eickel hat die steigende Radverkehrszahlen (auch durch Corona) und steigende Unfallzahlen im Blick und damit den Schutz der Radler/-innen. In kommender Zeit werden Pedelec-Kurse angeboten z.B. auf dem neuen Gelände der Jugendverkehrsschule. Dieses Angebot wird terminiert, sobald die Jugendverkehrsschule offiziell eröffnet ist und Corona-Schutzmaßnahmen vor Ort eingeplant sind.

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