Teilnahme am Gottesdienst in Corona-Zeiten

Gottesdienst zum 3. Ökumenischen Kirchenfest in der Akademie - Sonntag, 9. Juli 2017.
Gottesdienst Symbolbild. Foto: Carola Quickels

Das Corona-Virus hat uns immer noch im Griff und das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern. Allerdings ist seit einiger Zeit der Besuch des Gottesdienstes wieder möglich. Dazu sind nach wie vor einige Dinge zu beachten, denn ganz so ungezwungen wie es vor Corona war, ist es jetzt nicht mehr. halloherne hat nachgefragt und einige Fakten zusammengetragen, die Christen vor und während eines Kirchen-Besuchs beachten müssen.

Pfarrei St. Christopherus Wanne-Eickel

Der August Start in den Sonntag auf dem Cranger Kirmes Platz: Crange zwischen Himmel und Rummel.
Der August Start in den Sonntag auf dem Cranger Kirmes Platz: Crange zwischen Himmel und Rummel. Foto: Carola Quickels

In den Wanner-Eickeler Kirchen gilt als oberstes Gebot: Abstand nach allen Seiten halten und zwar mindestens 1,50 Meter. Dadurch schützt man sich und auch seine Mitmenschen, damit auch weiterhin öffentliche Gottesdienste gefeiert werden können. Außerdem ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Betreten und Verlassen des Kirchenraums erforderlich. Während des Gottesdienstes ist das Tragen des Schutzes den Besuchern freigestellt - der Abstand jedoch, der ist überall erforderlich.

Ordner an der Kirchentür erfragen Namen und Telefonnummer der Besucher, damit bei einer möglichen Infektion eine Nachverfolgung möglich ist. Zudem vergeben die Ordner auch die Sitzplätze. Alle Eingänge, Ausgänge und auch die Wege sind markiert. Hat der Gottesdienst angefangen, ist ein Einlass nicht mehr möglich.

Anmeldung

Für jeden einzelnen Sonntags-Gottesdienst ist zudem eine Anmeldung zwingend erforderlich, denn die Zahl der zu vergebenen Plätze in den Kirchen ist durch die größeren Abstände begrenzt. Die Anmeldung muss bis zum Donnerstag davor erfolgen. Im Internet ist die Anmeldung auf der Homepage - www.st-christophorus-wan.de - oder über die Hotline - 02325 / 377 3 677 - möglich. Die Hotline ist besetzt: mo-fr 9-12 Uhr; mo-do: 14-16 Uhr.

Pfarrei St. Dionysius Herne

Pfarrer Georg Birwer leitet St. Dionysius
Pfarrer Georg Birwer leitet St. Dionysius Foto: Dekanat Emschertal

Auch in der Herner Pfarrei St. Dionysius gilt das Abstands-Gebot und ist das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Allerdings muss man sich in den (Alt) Herner Kirchen nicht zum Gottesdienst anmelden. Leiter der Pfarrei St. Dionysius, Pfarrer Georg Birwer: „Registrieren müssen sich unsere Gottesdienstbesucher am Eingang allerdings auch, aber die Anmeldung ist nicht nötig. Bisher haben wir immer genügend Plätze für die Christen gehabt. Die Sitze sind alle markiert, und die Wege sind gekennzeichnet.“

Am Anfang hätten Ordner den Weg und die Plätze gewiesen, aber mit der Zeit hat sich alles eingespielt und es funktioniert wunderbar. „Wir Menschen sind halt lernfähig“, lacht Pfarrer Birwer. Außerdem wird in den Alt-Herner Gemeinden auch das eine oder das andere Lied gesungen - mit der Gemeinde und mit Mundschutz. „Denn so ganz ohne Gesang und gemeinsames Gebet, das ist doch nicht schön.“

„Zudem fördern wir auch den Einzelhandel“, schmunzelt er. Auf Grund der bestehenden Hygieneregeln hätten sie allen Gläubigen dazu geraten, sich ein eigenes Gotteslob zu kaufen.

Damit die heilige Kommunion ausgetragen werden kann, hat sich auch hier das Einbahnstraßen-System bewährt.

Die evangelischen Gemeinden im Kirchenkreis

Kreuzkirche.
Kreuzkirche. Foto: Wolfgang Quickels

Auch in den Evangelischen Gemeinden zählt man auf Abstand und einen Mund-Nasen-Schutz. Allerdings muss hier, im Gegensatz zu den katholischen Pfarreien, der Schutz auch am Platz getragen werden. Pfarrer Arnd Röbbelen: „Nur wer liturgisch aktiv ist (Pfarrer, Lektor), nimmt den Schutz am Lesepult oder auf der Kanzel ab.“ Eine telefonische Anmeldung ist nicht notwendig.

In der Kreuzkirchengemeinde wird mittlerweile wieder das Abendmahl gefeiert. Der Pfarrer oder die Pfarrerin desinfiziert sich vor der Austeilung die Hände, trägt bei der Austeilung der Oblaten Mund-Nasen-Schutz und Handschuhe; der Wein bzw. Traubensaft wird aus einer Kanne in Einzelkelche gegossen, die die Teilnehmenden sich von einem Tablett nehmen.

Zurzeit wird überlegt, wie mit den Weihnachtsgottesdiensten verfahren wird. Wenn nur annähernd so viele Menschen kommen, reichen in den Kirchen Plätze bei den Abstandsregeln nicht aus.

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