Staatsminister besuchte LWL-Förderschule

v.l. Marie Theresia Küppers, Angelika Paas-Otoo, Gabriele Mauermann, Marco Müller, Matthias Löb, Birgit Westers und Mathias Richter (vorne).
v.l. Marie Theresia Küppers, Angelika Paas-Otoo, Gabriele Mauermann, Marco Müller, Matthias Löb, Birgit Westers und Mathias Richter (vorne). Foto: Fechtner/LWL

Bochum. Staatssekretär Mathias Richter aus dem NRW-Ministerium für Schule und Bildung zeigte sich sichtlich beeindruckt von der breiten Palette der Förderungen für hörgeschädigte Kinder und Jugendliche an der Bochumer Förderschule am Leithenhaus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Richter besuchte am Mittwoch (30.1.2019) mit LWL-Direktor Matthias Löb und LWL-Schuldezernentin Brigit Westers die Schule mit ihren derzeit rund 260 Schülern und ließ sich von Schulleiterin Maria Theresia Küppers die Arbeit an der Schule mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation erklären.

„Wir freuen uns sehr, dass Staatssekretär Mathias Richter sich ein persönliches Bild davon macht, wie umfassend hörgeschädigte Kinder und Jugendliche in unserer Schule gefördert werden", sagte LWL-Direktor Matthias Löb. Dabei sei die Schule nicht allein ein Unterrichtsort, sondern vielmehr ein umfassendes Hilfs- und Förderangebot für Kinder, Jugendliche und deren Eltern, betonte Löb. Er begrüßte ausdrücklich, dass die Landesregierung sich klar zu den Förderschulen als Teil einer inklusiven Schullandschaft und damit auch zum Wahlrecht der Eltern zwischen einer allgemeinen Schule und der Förderschule bekannt hat. Jedes Kind müsse die Möglichkeit haben, nach seiner Geschwindigkeit und mit den Rahmenbedingungen zu lernen, die es benötigt. Richter lernte neben dem Unterricht, der ganz auf die Bedürfnisse der hörgeschädigten Kinder und Jugendlichen zugeschnitten ist und sie zu allen regulären Schulabschlüssen der Sekundarstufe I führt, auch ein besonderes Kennzeichen der LWL-Förderschule am Leithenhaus kennen: die Frühförderung.

„Hörgeschädigte Kinder müssen so früh wie möglich gefördert werden, um frühe Entwicklungsmöglichkeiten zu nutzen und Entwicklungsverzögerungen oder -störungen zu reduzieren oder gar zu vermeiden“, erklärte dabei LWL-Schuldezernentin Birgit Westers. Pädagogische Frühförderung bis zum 3. Lebensjahr des Kindes als unterstützende Leistung für die Kinder und Eltern zuhause, die weitere Förderung in der allgemeinen Kita oder der Besuch des Förderschulkindergartens sind ebenso Auftrag der Schule und ein wichtiges Angebot. Derzeit werden 18 hörbehinderte Kinder aus Kindertageseinrichtungen vor Ort in einer Vorschulgruppe der Förderschule gezielt auf ihre schulische Eingliederung in der allgemeinbildenden Schule vorbereitet, so Westers.

Darüberhinaus ist die LWL-Förderschule am Leithenhaus in Bochum auch „pädaudiolgisches Beratungszentrum“ für betroffene Eltern mit hörbehinderten Kindern. Hier finden Erstberatungen statt. Eltern werden informiert über mögliche Frühfördermaßnahmen, medizinische Vorsorgemöglichkeiten und andere Frühfördereinrichtugen. Zudem unterstützen Lehrerinnen und Lehrer der LWL-Förderschule diejenigen Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Bereich Hören und Kommunikation im gemeinsamen Unterricht. Sie sind also auch unterstützend im inklusiven Gemeinsamen Lernen an Regelschulen unterwegs.

„Es ist beeindruckend zu sehen, wie an der LWL-Förderschule am Leithenhaus die unterschiedlichen Bedarfe der Schülerinnen und Schüler je nach der Ausprägung ihrer Hörschädigung berücksichtigt werden und Kinder und Jugendliche sehr individuell gefördert werden", sagte Staatssekretär Mathias Richter am Ende seines Rundganges durch die Schule. Er bescheinigte der LWL-Förderschule, dass sie als Kompetenzzentrum für sonderpädagogische Förderung von hörbehinderten Kindern und Jugendlichen eine hervorragende Arbeit leistet, wie der Staatssekretär insbesondere auch der Schulleiterin Maria Theresia Küppers beim Abschied versicherte.