Schulanfänger auf ihren Weg vorbereiten

Kinder begleiten, bis sie sicher sind

Schulwegsbegehung mit der Klasse 1c und den Bezirksbeamten der Polizei.
Schulwegsbegehung mit dem Bezirksbeamten Köhler der Polizei in Unser-Fritz. Foto: Carola Quickels

Wenn in der zweiten Augustwoche 2020 die Schule wieder beginnt, dann sind auch die diesjährigen i-Dötzchen auf den Straßen unterwegs. Heinrich Hendricks, Vorsitzender der Verkehrswacht Wanne-Eickel: „Wir appellieren an alle Autofahrer und auch Radfahrer umsichtiger zu fahren und besonders im Bereich von Grundschulen besonders aufzupassen.“ Wer einen Erstklässler zu Hause hat, sollte im Vorfeld den künftigen Schulweg üben.

„Dabei ist der kürzeste Weg nicht immer der beste“, so Hendricks und rät sich im Vorfeld bei der Schule nach Schulwegplänen zu informieren. „Bei Gefahrenstellen wie großen Kreuzungen oder unübersichtlicher Verkehrsführung sollte ein Umweg in Kauf genommen werden.“ Beim Üben sollten die Eltern den Kindern den Weg erklären und auf Gefahrenstellen wie Ausfahrten explizit hinweisen. „Nach mehrmaligem Üben kann das Kind dann umgekehrt ein Elternteil führen und ihm den Weg erläutern. Möglich ist auch, in einem gewissen Abstand hinter dem Kind zu gehen und zu schauen, ob es an alles denkt“, so der Vorsitzende der Verkehrswacht.

Die Ampelmännchen der Verkehrswacht Wanne-Eickel im Kindergarten St. Franziskus.
Die Ampelmännchen der Verkehrswacht Wanne-Eickel üben mit den Kleinsten. Foto: Carola Quickels

Sollten noch Unsicherheiten bestehen, sei es angebracht, das Kind in der ersten Zeit nach dem Schulstart weiter auf dem Weg zu begleiten. „Das gilt natürlich auch für die Kinder, die im Vorfeld nicht üben konnten“, sagt Heinrich Hendricks. „Wichtig ist auch, dass man sich morgens genügend Zeit nimmt und in Ruhe frühstückt. Wenn das Kind auf den letzten Drücker losgeht und es sich gehetzt fühlt, ist es unaufmerksamer und macht dann unter Umständen auch im Straßenverkehr schneller einen Fehler."

Auf das Auto sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Den Erstklässlern wie auch älteren Schülern tut die Bewegung und die frische Luft vor Schulstart gut. Wer auf das Auto für den Weg zur Schule angewiesen ist, sollte nicht direkt vor dem Schultor halten, um ein Verkehrschaos zu verhindern. Inzwischen sind an vielen Schulen Elternhaltestellen eingerichtet. Von diesen Hol- und Bringzonen können die Kinder das letzte Stück des Weges zu Fuß sicher laufen.

Auch Eltern sollten, wenn sie ihr Kind zur Schule fahren müssen, nicht gehetzt im letzten Augenblick losfahren.

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