Menschenrechtsbeauftragte Dr. Kofler digital zu Gast

Das Thema: Flucht und Migration

Im Gespräch zu Flucht und Migration mit Menschenrechtsbeauftragte Bärbel Kofler.
Im Gespräch zu Flucht und Migration mit Menschenrechtsbeauftragte Bärbel Kofler. Foto: Büro Michelle Müntefering

Gemeinsam mit Patrick Steinbach und dem SPD Ortsverein Herne-Ost lud Michelle Müntefering, Bundestagsabgeordnete und Staatsministerin im Auswärtigen Amt, am Dienstag (20.4.2021) zu einem digitalen Gespräch zum Thema Flucht und Migration ein. Mit dabei war an diesem Abend Dr. Bärbel Kofler, Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe.

In dem Austausch diskutierten die Teilnehmenden, darunter auch die Gesellschaft zur Förderung der Integrationsarbeit in Herne (gfi), über Fluchtursachen, den Einfluss des Klimawandels auf Migrationsströme, bis hin zur aktuellen Situation in der Europäischen Union. Ebenfalls dabei war Nahed Al Essa, die 2016 aus Syrien, Damaskus, nach Bochum kam und ihren Lebensweg in einer Kurzgeschichte vortrug.

Dr. Bärbel Kofler stellt in ihrem Vortrag fest: „Mit 80 Millionen Menschen, die weltweit vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen mussten, war die Zahl noch nie so hoch wie heute. Die Covid-Pandemie hat die Lage für Geflüchtete und Migranten, besonders für vulnerable Gruppen wie Frauen und Kinder, nochmals verschärft. Die Europäische Union muss sich endlich auf einen verbindlichen und solidarischen Schlüssel zur Aufnahme der Geflüchteten einigen. Dafür brauchen wir dringend ein Gemeinsames Europäisches Asylsystem.“

Michelle Müntefering hierzu: „Klar ist: Das Thema Flucht und Migration bleibt eine europäische und globale Herausforderung. Solidarität, Verantwortung und internationale Standards zum Schutz der Menschenrechte dürfen keine leeren Worte sein. Dafür stehen auch so viele ehrenamtlich Engagierte in Herne. Wir haben mit den Gewerkschaften, den Sozial- und Wohlfahrtsverbänden und Organisationen wie die gfi oder den Bündnis Herne eine mutige Zivilgesellschaft vor Ort“.

Patrick Steinbach: „Wir setzen uns auch in Herne dafür ein, dass Menschen hier gut zusammenleben und in unserer Stadt aufgenommen und integriert werden.“

Quelle: