Klimaneutralität 2040 als Ziel

Kreissynode des evangelischen Kirchenkreises

Evangelische Dreifaltigkeitskirche.
In der Evangelischen Dreifaltigkeitskirche fand die Kreissynode des evangelischen Kirchenkreises statt. Foto: Veranstalter

Am Donnerstag (23.6.2022) hat die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Herne in der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp 78 in Herne getagt. Von 71 stimmberechtigten Mitgliedern waren 52 anwesend, sodass die Synode beschlussfähig war. Los ging es mit einer Andacht von Gemeindereferentin Dagmar Grolman, bevor Bürgermeister Kai Gera für die Stadt Herne und Dechant Ludger Plümpe für das katholische Dekanat Emschertal Grüße überbrachte.

Superintendentin Claudia Reifenberger hat in ihrem Bericht die vielen derzeitigen Herausforderungen und Projekte der Evangelischen Kirche benannt: Umstellung des Finanzsystems auf NKF, Umstellung des IT-Systems auf Cumulus, die Umsetzung des Kirchengesetzes zum Schutz vor sexualisierter Gewalt, die geplante Verwaltungsunion mit dem Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid oder die Umsetzung des Klimaschutzgesetzes mit dem Ziel, dass auch der Kirchenkreis Herne bis 2040 klimaneutral sein soll.

Mitgliedszahlen gehen zurück

Darauf liege der Fokus in einer Zeit, da die Kirchenmitgliedszahlen weiter zurückgehen. Der Evangelische Kirchenkreis Herne zählt mittlerweile weniger als 60.000 Mitglieder; seit dem Frühjahr dieses Jahres gehört in Deutschland nicht mehr die Mehrheit der Menschen einer der beiden großen Kirchen an. „Anstatt das als Signal zu nehmen, um zurück 'zu der Quelle‘ zu kommen, statt eine neue beherzte Fokussierung auf den froh machenden Kern unserer Botschaft einzuleiten, sind unsere Kräfte in Anspruch genommen zur Bewältigung der genannten Projekte“, so die Superintendentin.

Vor dem Hintergrund der oben genannten Herausforderungen bei einer zunehmenden Belastung aller Mitarbeitenden in Gemeinden, Einrichtungen und Verwaltung mahnte Claudia Reifenberger eine Haltungsänderung im Kirchenkreis an. „Arbeiten bis zum Umfallen – das ist nicht nur unvernünftig, das ist sündhaft“, sagte sie. „Wir sind nicht Kirche, um Planungsräume zu schaffen oder Strukturen zu optimieren. Wir sind Kirche, weil Christus uns dazu beruft, gemeinsam die Freiheit im Glauben zu feiern, zu suchen und zu finden, immer neu – und nicht nur für uns selbst.“

Gebäude für Klimaneutralität im Blick

In einem weiteren zentralen Tagesordnungspunkt neben dem Bericht der Superintendentin nebst Aussprache ging es um die Klimaschutzziele der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Pascal Krüger, der synodale Beauftragte für Umweltfragen des Kirchenkreises Herne, beschrieb wie das vorgegebene Ziel „Klimaneutralität 2040“ im Kirchenkreis Herne erreicht werden kann. Dabei kommen vor allem die Gebäude in den Blick.

Solarpotenzial auf den Dächern oder Nutzung erneuerbarer Energien nach Umbauten oder auch Aufgabe von Gebäuden wurden als Möglichkeiten genannt. Am Anfang steht jedoch eine Bestandsaufnahme mit Gebäudestrukturanalyse mit Treibhausgasbilanzierung. Um die erforderlichen Maßnahmen zu unterstützen, richtet der Kirchenkreis einen Klimaschutzfonds ein, aus welchem Maßnahmen der Kirchengemeinden unterstützt werden, die zum Klimaschutz beitragen.

Nach diesen thematischen Tagesordnungspunkten standen Nachwahlen für den Kreissynodalvorstand und andere Gremien oder Funktionen auf der Tagesordnung. Zuletzt stellte sich noch der neue Geschäftsführer der Kindergartengemeinschaft, Markus Mieberg, den Synodalen vor.

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