FDP zur Sonntagsöffnung der Bibliotheken

Stellungnahme

Thomas Nückel.
Thomas Nückel. Foto: Büro Nückel

Die Herner Liberalen begrüßen den Vorstoß von Tina Jelveh (Grüne), die Sonntagsöffnung der Stadtbücherei von der Stadtverwaltung prüfen zu lassen. Der Herner FDP-Landtagsabgeordnete Thomas Nückel hatte zusammen mit seinem Kölner FDP-Kollegen Lorenz Deutsch diese Idee in den Kulturausschuss des Landtages eingebracht und den Koalitionspartner überzeugt, die Forderung in einen Gesetzentwurf einfließen zu lassen .

Thomas Nückel: „Wir hatten uns im letzten Jahr die Mönchengladbacher Stadtteilbibliothek Rheydt angeschaut, die sonntags schon ihre Pforten geöffnet hatte. Dies mit einem Trick: Reguläre Mitarbeiter waren an das Arbeitsverbot am Sonntag gebunden und deshalb garantierten externe Mitarbeiter die Sicherheit. Über 250 Gäste schauten regelmäßig hinein. Aufgrund dieses Erfolgs floss die Idee für die Sonntagsöffnung in das NRW-Bibliotheksstärkungsgesetz. Bei einer Anhörung wurde die Initiative von den Experten einhellig begrüßt, denn auch Museen sind schließlich sonntags geöffnet.

Mit der Möglichkeit, sonntags zu öffnen, kann jede Bücherei an einem Tag, an dem viele Menschen Zeit haben, ihr Profil als Kultur- und Begegnungsort weiterentwickeln – niederschwellig und konsumfrei. Der Gesetzentwurf der Fraktionen von FDP und CDU zur Stärkung der öffentlichen Bibliotheken wurde im Landtag mit Zustimmung der Grünen verabschiedet. Ich freue mich, dass fast alle Ruhrgebietsstädte die Sonntagsöffnung planen oder schon umgesetzt haben. Dabei gibt es verschiedene Modelle, so dass die Öffnungszeiten am Sonntag stellenweise auch ohne das Büchereipersonal garantiert werden können.

(Hinweis: Einige Städte öffnen als Open Library ohne Personal. Einlass hätten dabei nur registrierte Nutzer per Chipkarte. Andere setzen Mitarbeiter ein, die lediglich auf die Sicherheit achten. Wiederum andere Städte stemmen den Sonntag mit Fachpersonal als schöne Möglichkeit der Wertschätzung an alle Besucher).

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