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Entspanntes Zeichnen für die Herner Tafel: Das künstlerische Duo um Ulla Alexander (li.) und Monika Zywek (re.) spendet 460 Euro. Mit dabei Heinz Huschenbeth (stellv. Vorsitzender der Herner Tafel).

Künstlerisches Duo spendet 460 Euro

Entspanntes Zeichnen für die Tafel

Hilfreiche Kunst durch Entspannung mit Stift und Papier: Vier Monate lang fertigten Ulla Alexander und Monika Zywek mit meditativem Zeichnen wunderbare Karten und kleine Geschenkanhänger, um der Herner Tafel Gutes zu tun. Mit 460 Euro kamen sie nun an die Bielefelder Straße 145, um den Erlös aus ihren Verkäufen zu überreichen, heißt es in einer Mitteilung von Donnerstag (8.12.2022).

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„Kunstvolle Karten von A bis Z“, schmunzelte Heinz Huschenbeth, stellvertretender Vorsitzender der helfenden Organisation, der das Geld dankend wie freudestrahlend in Empfang nahm. „Uns hilft gerade jetzt, da wir keine weiteren Bedürftigen aufnehmen können, jede Unterstützung.“

100 Karten verkauft

„Wir hatten etwa einhundert Euro erhofft“, berichtet Monika Zywek. Am Ende aber wurden es etwa 100 Karten, die von September bis zum 1. Advent (Sonntag, 27.11.2022) im Kirchencafé nach den Familiengottesdiensten in Sankt Marien verkauft wurden. „Karten für verschiedene Anlässe wie Hochzeiten, Geburten oder Geburtstagen“, verrät Ulla Alexander. „Und natürlich ganz viele Advent- und Weihnachtsmotive.“

Ihr kunstvolles wie entspannendes Hobby betreiben die beiden Frauen schon seit vier Jahren. Sie gehören zu der inzwischen zehnköpfigen Gemeinschaft aus ehemaligen und aktuellen Gemeindemitgliedern, die sich regelmäßig trifft, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.

So sehen die selbst erstellten Karten aus.

Vereinfacht gesagt handelt es sich beim meditativen Zeichnen um eine Entspannungstechnik für Erwachsene. Auf einem quadratischen weißen Papier mit einer Größe von neun mal neun Zentimetern wird in der Regel mit schwarzer Tinte gezeichnet, ohne dabei ein bestimmtes Objekt oder Muster zu malen. „Nur die Weihnachtsmotive haben etwas Gold abbekommen“, verrät Ulla Alexander.

Innere Wahrnehmung steht im Vordergrund

„Die innere Wahrnehmung während des Malens steht im Vordergrund“, erzählt Monika Zywek. „Es braucht keine Idee. Das Bild entsteht während des Malens, du folgst deinen inneren Impulsen, deinen Gefühlen und Gedanken.“ In der Gruppe gibt sie allerdings ein Muster vor, das dann alle ganz verschieden bearbeiten.

Der Gedanke, aus dem reinen Hobby eine Spendenaktion zu machen, kam dem künstlerischen Duo im Rahmen der Aktion „Kirche neu“ in ihrer Eickeler Gemeinde. „Also haben wir mehr Zeit investiert. Und beim Zeichnen fiel uns spontan die Tafel als Empfänger ein.“

| Quelle: Volker Hilbt