Herner Schauspieler auf Leinwand und Bildschirm
Der Sommer der Wiederholungen
Bevor der Kino-Herbst beginnt mit Lars Jessens „Spaziergang nach Syrakus“, in dem die Hernerin Lina Beckmann zusammen mit ihrem Gatten Charly Hübner ab Donnerstag, 20. August 2026 auf der Leinwand zu erleben ist, und Wotan Wilke Möhring ab Donnerstag, 22. Oktober 2026 in Bora Daktekins „Der perfekte Urlaub“ zu sehen ist, die Fortsetzung der Komödie „Das perfekte Geheimnis“ wurde in einem Hotel in Camp de Mar und der Bucht Cala Clombards im Südosten von Mallorca gedreht, stehen Wiederholungen auf dem Fernseh-Programm – naturgemäß auch mit Herner Beteiligung.
Wochenendrebellen
Weil bei Jason (grandioses Debüt: Cecilio Andresen), dem Wunschkind von Fatime (Aylin Tezel) und Mirco (Florian David Fitz) Asperger-Autismus diagnostiziert worden ist, sind der beruflich stark geforderte Manager einer Burger-Kette und seine Gattin, die daheim den Alltag mit dem inzwischen Zehnjährigen und seiner kleinen Schwester Lucy (Florina Siegel) organisiert, auf die Hilfe ihrer Schwiegereltern Ömchen Manuela (Petra Marie Cammin) und Gerd (Joachim Król) angewiesen.
Nachdem Jason sich daheim wie auch in der Schule wie ein Systemsprenger aufführt, wird seinen Eltern der Wechsel auf eine Fördereinrichtung für Behinderte nahegelegt. Nun ist Mirco als Vater gefordert, der mit seinem Sohn einen Pakt schließt: Jason verspricht, sich alle Mühe zu geben, sich in der Schule nicht mehr provozieren zu lassen, wenn Mirco ihm hilft, einen deutschen Lieblingsverein zu finden – unter 56 Fußballklubs der ersten, zweiten und dritten Liga. Jason will alle Stadien besuchen und unter sehr individuellen Kriterien beurteilen: Er checkt, wie viel Nazis im Stadion sitzen, ob die Anlage behindertengerecht ist und nachhaltig betrieben wird, welche Maskottchen die Vereine haben, wie die Rituale der Kicker aussehen und ob sie einheitlich farbige Schuhe tragen…
Das Railroad-Movie „Wochenendrebellen“ (halloherne berichtete) ist eine warmherzige, von wortwitzigen Dialogen durchzogene 109-minütige Komödie von Marc Rothemund nach einem Drehbuch von Richard Kropf. Sie basiert auf der wahren Geschichte von Mirco und Jason von Juterczenka, die sie 2017 in ihrem Buch „Wir Wochenendrebellen“ (Benevento-Verlag, seit 2019 Taschenbuch im Goldmann-Verlag) veröffentlicht haben. Ihr Blog wochenendrebell.de wurde mit dem Grimme Online Award prämiert. Auch krasse Situationen in der Leinwand-Adaption sind authentisch: Weil die Tomatensoße auf dem Teller die Nudeln berührt hat, eskaliert die Situation im Zugrestaurant dermaßen, dass Vater und Sohn den ICE verlassen müssen.
„Wochenendrebellen“ läuft am Montag, 13. Juli 2026, um 20.15 Uhr im „Ersten“ und kann auch in der ARD-Mediathek gestreamt werden.
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- Montag, 13. Juli 2026, um 20:15 Uhr
Zweimal „Stralsund“
Zwei Folgen der Krimireihe „Stralsund“ des Regisseurs Martin Eigler mit Wotan Wilke Möhring als Benjamin Lietz strahlt der Kulturkanal 3-Sat aus. In „Außer Kontrolle“, zu sehen am Donnerstag, 16. Juli 2026, um 20.15 Uhr auf 3-Sat sowie in der ZDF-Mediathek, ist Nina Petersen (Katharina Wackernagel) zuerst nicht beunruhigt. Anders als ihre Kollegen Karl Hidde (Alexander Held) und Benjamin Lietz. Als sie einen Einsatz haben, verschlimmert sich die Situation. Ein Geldtransporter wurde überfallen, und die Gangster schrecken auch vor Mord nicht zurück.
Nina stellt erstaunt fest, dass Gregor Meyers (Michael Rotschopf) Anwesenheit die Haudegen hemmt. Ihr neuer Chef kommt aus Schwerin und war dort jahrelang in der Abteilung für interne Ermittlungen tätig. Als Nina Benjamin bei einem Bier darauf anspricht, sagt er nur: „In jedem Lebenslauf gibt es schließlich dunkle Stellen. Man muss nur die richtige Seite aufschlagen.“
Das wiederum irritiert Nina. Haben ihre Kollegen etwas zu verbergen? Gibt es eine große Geschichte im Berufsleben ihrer Kollegen, von der sie keine Ahnung hat, oder ist es die Furcht vor der Aufdeckung der vielen kleinen Unsauberkeiten im beruflichen Alltag, die die Kollegen so angespannt erscheinen lassen? Und dass der neue Chef Nina und die Kollegen immer wieder mit detaillierten Kenntnissen aus ihren Personalakten überrascht, trägt nicht unbedingt zur Entspannung der Situation bei.
SEK stürmt Wohnung eines Dealers
In der „Stralsund“-Folge „Blutige Fährte“, zu sehen am Dienstag, 21. Juli 2026, um 20.15 Uhr auf 3-Sat sowie in der ZDF-Mediathek, stürmt das SEK die Wohnung eines Dealers. Dessen Nachbar Boris Gerg (Manuel Rubey) gerät dadurch allerdings in Panik: Er hat einen Menschen getötet und flieht vor der Polizei. Als seine Wohnung durchsucht wird, findet die Polizei eine Leiche. Auf dem Schreibtisch liegen Fotos von sechs Menschen – jeweils mit einem Kreuz und einem Datum versehen. Handelt es sich um eine Todesliste? Nina Petersen und Benjamin Lietz beginnen zu ermitteln.
Der Tote war Geschäftsführer einer Online-Partnervermittlungsagentur. Die Firma ist seriös, die Kunden sind zufrieden, und im privaten Umfeld des Ermordeten gibt es keinerlei Hinweise auf ein mögliches Motiv. Bei der Auswertung der Fotos entdecken die Ermittler, dass auf einem Benjamin Lietz zu sehen ist. Das Team versucht die Identitäten der anderen auf der Liste zu klären. Sie stehen vor der Frage, ob sie die Fotos veröffentlichen sollen, um die Betroffenen zu warnen, oder ob sie sie zurückhalten sollen, um dem Mörder nicht zu signalisieren, dass sie ihm auf den Fersen sind.
Benjamin Lietz findet einen Ansatzpunkt: Auf einer Abbildung hat er die Frau erkannt, mit der er sich einmal getroffen hat. Kennengelernt hat er sie über die Partnervermittlung des Ermordeten. Zusammen mit seinem Kollegen Karl Hidde macht er sich auf den Weg zu ihr und findet sie tot auf. Währenddessen entdeckt Nina Petersen, dass der Täter den Geschäftsführer der Online-Agentur gekidnappt und ihn gezwungen hat, sich von außen in das System zu loggen. So ist er wahrscheinlich an die persönlichen Daten seiner Opfer gekommen. Doch nach welchem Muster sucht er diese aus? Den Daten der Agentur zufolge hat sich die ermordete Frau neben ihrem toten Freund nur mit einem weiteren Mann getroffen: Boris Gerg. Für Nina beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit…
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- Dienstag, 21. Juli 2026, um 20:15 Uhr
Sie sind unter uns
Großeinsatz der Polizei an einer Magdeburger Schule. Der 17-jährige Jeremy (Mikke Rasch) läuft Amok. Zwei Menschen hat er bereits erschossen. Jetzt verschanzt er sich in einem voll besetzten Klassenraum und nimmt die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrerin (Tanya Erartsin) als Geiseln. Unter Hochdruck beginnt Hauptkommissarin Doreen Brasch (Claudia Michelsen), mehr über Jeremy herauszufinden. Ihre Ermittlungen führen sie zu Jeremys Zuhause, wo sie seine alleinerziehende Mutter Rebecca (Maja Beckmann) trifft.
Rebecca ist aufgrund ihrer MS-Erkrankung größtenteils ans Bett gefesselt. Sie ist auf Jeremys Pflege und seine Unterstützung angewiesen. Von seiner Radikalisierung und den akribischen Vorbereitungen zum Amoklauf will sie nichts mitbekommen haben. Wie konnte es passieren, dass Jeremys Veränderung unbemerkt blieb? Warum wurde Jeremy zum Amokläufer? Handelte er allein oder hat er Komplizen? Brasch steht vor der schwierigen Aufgabe, Jeremys Motivationen zu entschlüsseln, ihn zur Aufgabe zu bewegen und weitere Todesopfer zu verhindern.
Die „Polizeiruf 110“-Folge „Sie sind unter uns“ wird am Mittwoch, 22. Juli 2026, um 22.10 Uhr im Dritten Programm des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) gezeigt und kann in der ARD-Mediathek gestreamt werden. Da der Film mit der Hernerin Maja Beckmann in einer unter die Haut gehenden Rolle für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet ist, kann er erst ab 22 Uhr gestreamt werden mit Anmeldung unter Bestätigung des Alters.