Arbeiten an Neuen Höfen schreiten voran

Innenausbau und Außen-Lamellen derzeit an der Reihe, erste Übergabe für Oktober geplant

Neuer Stand bei Neuen Höfen im alten Karstadt-Gebäude am Robert-Brauner-Platz am 4. August 2020
Die Lamellen (graue langen Stangen) werden an die Außenverkleidung angebracht. Foto: Marcel Gruteser

Die Arbeiten an und in den Neuen Höfen Herne schreiten weiter voran. Am Dienstag (4.8.2020) gab es für Pressevertreter am Robert-Brauner-Platz in der City neue Infos zum Stand im alten Karstadt-Gebäude, während seit Montag (3.8.2020) nach und nach die Lamellen an der grauen Außenwand angebracht werden. Im Inneren läuft der Ausbau weiter auf Hochtouren, die ersten Büros sollen Anfang Oktober übergeben werden können. Ende 2018 begannen die Bauarbeiten.

Vor Ort führte Thomas Binsfeld, Mitglied der Geschäftsleitung der Landmarken AG, aus, dass die Lamellen einen weiteren Meilenstein bedeuten würden: „In den nächsten Wochen erhält das Gebäude damit sein altes und gleichzeitig neues Gesicht wieder.“ Die Lamellen an der Fassade geben laut dem Unternehmen dem von Emil Fahrenkamp entworfenen Bau seinen unverwechselbaren Charakter wieder.

Auch die Corona-Pandemie habe zumindest aus baulicher Sicht keine Einschränkungen hervorgebracht, die Arbeiten gingen weiter. Dafür wurden nur die Vermietungsgespräche zwischendurch auf Eis gelegt, doch diese rollen nun wieder an, kündigte Binsfeld an. In den kommenden Wochen sollen weitere Mietverträge unterzeichnet werden, nur noch Restflächen sind verfügbar.

Neuer Stand bei Neuen Höfen im alten Karstadt-Gebäude am Robert-Brauner-Platz am 4. August 2020, Blick ins Innere der Baustelle.
Blick ins Innere der Baustelle. Foto: Marcel Gruteser

Fest steht bislang, dass die FläktGroup mit der Deutschlandzentrale von der Südstraße sowie der firmeneigenen Holding in Büros mit einer Gesamtfläche von rund 4.300 Quadratmetern zieht, McFit ein Fitnessstudio errichtet und Regus einen Co-Working-Space einrichtet. Corona- und urlaubsbedingt müssen sich die Herner also noch etwas gedulden, um weitere Infos zu neuen Mietern zu erhalten.

„Das hier ist ein bautechnischer Kraftakt, da wir auch dem Denkmalschutz gerecht werden müssen“, fand Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. „Überall sind Innenstädte in Krisen, hier trotzen wir aber dem Trend. So ein Umbau gibt der Stadt ein Gesicht, das über die Grenzen hinaus strahlen wird. Das ist eine echte Landmarke in der City.“

Er verwies darauf, dass sich in der Innenstadt etwas bewegen würde, ähnlich wie vor kurzem am Europaplatz, wenige Meter nur entfernt (halloherne berichtete). „Der Standort hier stand nicht immer dafür, dass Milch und Honig fließen, daher mein Lob und Dank an die Landmarken AG, dass sie daran festgehalten haben. Die kommenden Mieter tragen dann auch zur Strahlkraft bei“, so Dudda.

Neuer Stand bei Neuen Höfen im alten Karstadt-Gebäude am Robert-Brauner-Platz am 4. August 2020, (v.li.) Thomas Binsfeld von der Landmarken AG und Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda mit einer Lamelle, die an die Außenfront kommt.
Packten mit an: (v.li.) Thomas Binsfeld von der Landmarken AG und Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda mit einer Lamelle, die an die Außenfront kommt. Foto: Marcel Gruteser

Dabei merkte der Oberbürgermeister auch an, dass es für die City schlechter laufen könnte: „Auch in unserer Fußgängerzone wird es Rückschläge geben, das lässt sich mit Corona nicht verhindern.“

Jens Heymann, Chief Financial Officer bei der FläktGroup Holding und Helmut Linker, Head of QHSE der FläktGroup, zeigten sich froh über den Umzug zur City: „Wir haben uns auch aus Verbundenheit zum Ruhrgebiet und der Stadt entschieden. Dazu gibt es eine gute ÖPNV-Anbindung und die Innenstadt hat viel zu bieten“, erläuterten beide. Rund 200 Mitarbeiter bringen die Unternehmen mit in die City. Gleichzeitig wurde Belüftungstechnik der Firma im Gebäude verbaut. Anfang Oktober sollen die Räume an die Unternehmen übergeben werden.

Neuer Stand bei Neuen Höfen im alten Karstadt-Gebäude am Robert-Brauner-Platz am 4. August 2020, hier einer der beiden Innenhöfe.
Einer der beiden künftigen Innenhöfe. Foto: Marcel Gruteser

Im Inneren des Gebäuden wuseln viele Handwerker umher, die Verantwortlichen sind aber zuversichtlich, den Zeitplan einzuhalten. Einige Teile, wie die Treppenhäuser, wurden aus Gründen des Denkmalschutzes entweder komplett erhalten oder nur revitalisiert. Zusätzlich warten zwei Innenhöfe auf die Mitarbeiter, um unter freiem Himmel entspannen zu können.

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