Zum Bahnfahren für Menschen mit Behinderungen

Stellungnahme von Heiner Kranemann

Heiner Kranemann.
Heiner Kranemann. Foto: CDU

Heiner Kranemann (CDU), Mitglied des Beirates für Menschen mit Behinderungen in Herne, nimmt Stellung zu einen WAZ-Artikel, der darüber berichtet, dass das Bahnfahren für Behinderte weiter erschwert werden soll: „So wollen Lizenznehmer der Deutschen Bahn nicht für die Inanspruchnahme des Mobilitätsservices der Deutschen Bahn bezahlen und schaffen ihn für ihre Kunden kurzerhand ab. Das ist ein Skandal, allerdings für Herne ohne Auswirkung. In Herne gibt es diesen Service für Menschen mit Behinderungen schon seit einer Weile nicht mehr. Bereits vor einigen Monaten hat sich der Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen mehrfach an die Deutsche Bahn direkt gewendet mit der Forderung, den in Wanne-Eickel gestrichenen Service wieder aufleben zu lassen.

Als Antwort wurde auf den Gelsenkirchener Bahnhof verwiesen. Die Betroffenen sollten mit dem Bus nach Gelsenkirchen fahren, um dort in den Zug zu steigen. Dies ist eine Zumutung. Umgekehrt wäre es richtig: Die Mobilitätshelfer sollten nach Wanne-Eickel kommen. Ich befürchte, dass auf absehbare Zeit für mobilitätseingeschränkte Personen die Hilfe zum Ein- und Aussteigen in Züge überhaupt nicht mehr angeboten werden könnte. Es kann hier nicht das Ziel sein, am falschen Ende zu sparen. Die Deutsche Bahn AG als staatliches Unternehmen ist der Inklusion ebenso verpflichtet wie wir alle. Ich werde das Thema erneut in der nächsten Sitzung des Beirates aufgreifen."

Quelle: