Zu Ausbildungsplätzen in der Chemie

Stellungnahme

Dirk W. Erlhöfer.
Dirk W. Erlhöfer. Foto: Monika Lawrenz, Thomas Stelzmann

Bochum. 851 neue Ausbildungsplätze wurden geschaffen, das ist das Ergebnis der vom IG BCELandesbezirk Westfalen und vom Arbeitgeberverband (AGV) Chemie Westfalen gemeinsam durchgeführten Umfrage zur Evaluierung des Tarifvertrages Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg. „Wir sind sehr zufrieden mit den Zahlen und haben mit 851 neuen Ausbildungsplätzen das drittbeste Ergebnis seit Beginn der Evaluierung im Jahr 2003 erzielt“, so Dirk W. Erlhöfer, Hauptgeschäftsführer des AGV Chemie, und Harald Sikorski, Landesbezirksleiter der IG BCE. Nur 4,5 Prozent der angebotenen Plätze blieben unbesetzt, das ist im Vergleich zur Gesamtwirtschaft nur etwa die Hälfte.

„Alle Wirtschaftszweige, alle Branchen, alle Ausbildungsbetriebe in Deutschland stehen im direkten Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte. Die Chemie als innovative und lösungsorientierte Branche befindet sich in diesem Wettbewerb. Wir unterstützen unsere Mitglieder unter anderem durch die Nachwuchskampagne Elementare Vielfalt. Klassische Chemie-Berufe wie Chemikant oder Chemielaborant sind nach wie vor nicht sehr bekannt. Mit Blick auf die neuerlich sehr guten Zahlen können wir trotzdem mit Recht behaupten, dass wir uns in diesem Wettbewerb sehr gut schlagen“, sagte Dirk W. Erlhöfer. Sehr erfreulich sind in der westfälischen Chemie-Industrie die Perspektiven der jungen Leute nach erfolgreicher Prüfung. 95 Prozent werden in Westfalen direkt nach der Ausbildung in ein Arbeitsverhältnis übernommen, entweder direkt unbefristet oder mit guter Bleibeperspektive und Befristung. Harald Sikorski ergänzte: „Der Tarifvertrag Zukunft durch Ausbildung ist ein Erfolgsmodell. Dadurch haben wir als Tarifparteien mit Blick auf den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel in Deutschland die richtige Antwort gefunden und gestalten die Gesellschaft von Morgen aktiv mit. Allerdings sollten die Unternehmen die unbefristete Übernahme im direkten Anschluss an die Ausbildung weiter ausbauen.“

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