Interkulturelles Fastenbrechen
Zeichen für Dialog und Zusammenhalt
Gemeinsam für Herne e.V., das Lotus Bildungszentrum, die Evangelische Matthäuskirche sowie die Malteser Herne organisierten ein interkulturelles Fastenbrechen, zu dem zahlreiche Gäste aus Zivilgesellschaft, Religionsgemeinschaften und Politik zusammenkamen.
Der Abend stand im Zeichen von Begegnung, Austausch und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Bundestagsabgeordneten Hendrik Bollmann, der in seiner Rede die Bedeutung von Dialog, gegenseitigem Respekt und demokratischem Miteinander in einer vielfältigen Stadtgesellschaft hervorhob. Zu den anwesenden Gästen zählten unter anderem Bürgermeisterin Bettina Szelag, die Bezirksvertreter Mathias Grunert (Sodingen) und Ulrich Syberg (Eickel) sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter demokratischer Parteien. Darunter befanden sich Nicole Marek (SPD) sowie Sarah Schanz, Charlotte Kalka und Mirco Szymyslik (Bündnis 90/Die Grünen). Björn Wohlgefahrt nahm als Vertreter des Kreis- und Fraktionsvorsitzenden der CDU, Christoph Bußmann, teil.
Bedeutung des Tisches in den Religionen als Ort der Begegnung und Verbindung
In einer Videobotschaft betonte Osman Örs, Imam des House of One, die symbolische Bedeutung des Tisches in den Religionen als Ort der Begegnung und Verbindung. Auch Uwe Leising, Pfarrer der Evangelischen Matthäuskirche, unterstrich in seinem Beitrag die Wichtigkeit von Offenheit und Dialog über religiöse und kulturelle Grenzen hinweg. Der islamische Theologe und Vorsitzende von Gemeinsam für Herne e.V., Salih Akkuş, griff in seiner Ansprache einen Koranvers auf, der das Potenzial des Menschen zum Guten wie zum Schlechten beschreibt. Er betonte, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt aktive Geduld und einen konstruktiven, hoffnungsvollen Einsatz für das Gemeinwohl erfordere. Herr Bekmezci, Geschäftsführer des Lotus Bildungszentrums, hob in seiner Rede die verbindende Kraft von Bildung hervor. Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Mosaik Mutriban Ensemble, das traditionelle türkische Sufimusik präsentierte. Ergänzt wurde das Programm durch klassische Werke von Chopin, Bach und Clementi, interpretiert von der Pianistin Zoya Kuhlmann, die zur besonderen Atmosphäre und zum interkulturellen musikalischen Austausch beitrug.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit ramadan-nrw statt und wurde von Time to Help e.V. unterstützt. Die Organisatoren bedanken sich bei allen Gästen sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen für ihr Engagement und die gelungene Veranstaltung.