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Gabriele Henter Chefin der IG BAU für Herne.

Für die IG BAU für Herne

Wiedergewählt: Gabriele Henter

Bezirkschefin der IG BAU wiedergewählt: Gabriele Henter ist als Vorsitzende des Bezirksverbands Bochum-Dortmund der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) für vier weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Damit bleibt die 71-Jährige oberste Interessenvertreterin in Herne für Bauarbeiter, Reinigungskräfte und für Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft. Nach Angaben der Arbeitsagentur arbeiten in Herne alleine rund 3.100 Menschen im Bauhauptgewerbe und 1.250 in der Gebäudereinigung. Auch Gabriele Henter ist vom Fach: Sie ist seit 49 Jahren als Ingenieurin im Architekturbereich tätig. Außerdem ist Gabriele Henter Prüferin bei der IHK Dortmund und Bochum.

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„Ob auf der Baustelle, im Garten- und Landschaftsbau, in der Reinigungsfirma, im Maler- oder Dachdeckerbetrieb – gerade am Arbeitsplatz kommt es darauf an, dass die Menschen an einem Strang ziehen. Gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel“, sagt Gabriele Henter. Die Gewerkschafterin appelliert an die Beschäftigten in der Region, sich für ihre Interessen einzusetzen. Das sei besonders in unsicheren Zeiten wichtig. Dabei stehe die IG BAU Bochum-Dortmund auch zukünftig fest an der Seite der Beschäftigten. „Das gilt nicht nur, wenn es um faire Bezahlung, gute Job-Bedingungen oder die Mitsprache im Betrieb geht, sondern gerade auch dann, wenn es Zoff mit dem Chef gibt“, so Henter.

Die wiedergewählte Bezirksvorsitzende kündigt an, dass sich die IG BAU auch weiterhin in politische Debatten einmischen werde: „Viele Vorhaben der Berliner Koalition haben direkte Auswirkungen für unsere Region und die Beschäftigten. Ein typisches Beispiel ist hier der Wohnungsbau. Da geht es um bezahlbare Wohnungen und um mehr Sozialwohnungen. Gerade jüngere Menschen, aber auch Alleinerziehende und Rentner gehören zu den Verlierern, wenn es ums Wohnen geht. Hier ist dringend mehr Unterstützung vom Bund notwendig.“ Auch für die Stärkung der Tarifbindung fordert Henter ein klares Signal von der Bundesregierung: „Der Tariflohn sollte endlich zur Regel werden. Denn davon würden auch die Beschäftigten in der Region profitieren.“

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Ein klares „Stoppschild“ fordert Gabriele Henter für die Versuche, insbesondere den arbeitenden Menschen immer neue Belastungen aufzubürden. „Ob Kürzungen bei der Lohnfortzahlung, die Abschaffung des 8-Stunden-Tags oder eine Erhöhung des Renteneintrittsalters – so dreiste Forderungen sind respektlos und gehen völlig an der Realität der Beschäftigten vorbei. So ist beispielsweise gerade auf dem Bau und im Handwerk schon heute für viele die Rente mit 65, 66 oder 67 nicht erreichbar“, so Henter. Statt über soziale Einschnitte und den Abbau des Sozialstaats zu diskutieren, seien sinnvolle Reformvorschläge notwendig. Vor allem eine „ordentliche, sichere und gerechte Rente“ müsse her.

Mittwoch, 6. Mai 2026 | Quelle: IG Bau - Presse