Verabschiedung von Pfarrer Cramer

Stephanus-Kirchengemeinde

Pfarrer Eckard Kramer.
Pfarrer Eckard Kramer. Foto: Ev. Kirchenkreis

Nach 32 Jahren als Pfarrer in der Stephanus-Kirchengemeinde Holsterhausen wird Eckhard Cramer am Sonntag, 24. Juni 2018, um 16 Uhr in einem Festgottesdienst in der Stephanuskirche an der Ludwig-Steil-Straße 26 in Wanne-Eickel aus seinem Dienst verabschiedet. Auch sein Amt als Scriba im Kreissynodalvorstand muss neu besetzt werden.

Eckhard Cramer, geboren am 31.12.1957 in Altena, kam zu seinem Vikariat – der praktischen Ausbildung zum Pastor – nach Wanne-Eickel, weil er nach dem gemeindlichen Leben im bürgerlichen Göttingen die Sozialstruktur des Ruhrgebiets kennen lernen wollte. Darüber hinaus interessierte er sich für den „Missionarischen Gemeindeaufbau“. Unter diesem Motto wollte der damalige Superintendent Fritz Schwarz (1931-1985) durch besonderes einladendes Engagement der Gemeinden mehr Menschen für den Glauben gewinnen.

Als Cramer dann zufällig auf einer Musikveranstaltung in seinem Studienort Göttingen Hans-Jürgen Jaworski – damals Pfarrer in der Herner Dreifaltigkeitsgemeinde am Regenkamp – kennenlernte, bot sich ihm dieser als Vikariatsmentor an. Nach dem Vikariat unter Jaworski ging Cramer als „Pastor im Hilfsdienst“ nach Holsterhausen, wo er 1987 in eine freie Pfarrstelle gewählt wurde und die Nachfolge von Bernd Schlotthoff antrat. „Ich kam in eine äußerst lebendige Gemeinde mit einer florierenden Jugendarbeit, aus der einige spätere Pfarrer hervorgegangen sind“, erinnert sich Cramer.

Die Schwerpunkte seiner Arbeit hätten sich mit den Lebensphasen verändert. „Am Anfang stand die Jugendarbeit im Mittelpunkt, dann war es die Arbeit mit jungen Familien, zuletzt die Begleitung der vielen Ehrenamtlichen“, sagt der zweifache Familienvater, der seit knapp 38 Jahren mit seiner Frau Regine verheiratet ist. Immer im Zentrum seiner gemeindlichen Arbeit habe allerdings der Gottesdienst gestanden. „Es sind immer viele Menschen am Gottesdienst beteiligt“, sagt Cramer. „Der Posaunenchor spielt, Presbyter machen die Lesungen oder sprechen Gebete – und wir feiern an jedem Sonntag das Abendmahl.“ Den durchschnittlichen Gottesdienstbesuch von 120 bis 150 Gemeindegliedern sieht Cramer als Ergebnis dieses Engagements.

Dass Eckhard Cramer die Stephanus-Kirchengemeinde verlässt, habe ausschließlich persönliche Gründe: „In einer längeren krankheitsbedingten Auszeit ist der Entschluss gereift, in den letzten Dienstzeit noch einmal etwas anderes zu machen.“ Da kam ihm das Angebot der Landeskirche, im Münsterland einen „Pastoralen Dienst im Übergang“ zu übernehmen, gerade recht. Cramer wird hier in Gemeinden, die sich aufgrund von strukturellen Veränderungen oder eines Wechsels auf einer Pfarrstelle in einer Umbruchsituation befinden, die pastorale Grundversorgung über nehmen und die Gremien bei der Neuausrichtung beraten. Er freut sich auf seine Herausforderung, wobei sein erster Einsatzort die Kirchengemeinde Gescher/ Reken sein wird.

Die Stelle von Pfarrer Eckhard Cramer in Holsterhausen wird ausgeschrieben und wieder besetzt. „Ich kann meinem Nachfolger schon jetzt zu einer Top-Gemeinde mit vielen engagierten Mitarbeitenden gratulieren“, so der scheidende Pfarrer, der die Musik als sein wichtigstes Hobby nennt. Neben Posaune spielt er E-Bass und Gitarre in einer Band..

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