Taktile Wahrnehmung fördern

Es riecht wie Opa!

Hmmm...riecht nach Opa. Spielen mit Rasierschaum.
Hmmm...riecht nach Opa. Spielen mit Rasierschaum. Foto: Livia Leichner

„Es riecht wie bei Opa!“ „IIIIIh, das fasse ich nicht an.“ Ganz unterschiedliche Reaktionen gab es, als am Dienstag (5.2.2019) im Evangelischen Familienzentrum Holsterhauser Strasse auf den Tischen Rasierschaum verteilt wurde. Anfangs etwas skeptisch, aber dann mit immer mehr Freude machten sich die Kinder an das Verteilen des Schaums. Zuerst zaghaft mit einem Finger malten Bilder in den Rasierschaum und verwischten sie wieder. „Wie eine Zaubertafel!“ fand Elias und verwischte sein gerade erst „gemaltes“ Auto. Dann wurde Abdrücke und Spuren mit der ganzen Hand ausprobiert.

Spielen mit Rasierschaum.
Spielen mit Rasierschaum. Foto: Livia Leichner

Auch den Geruch fanden die meisten Kinder als sehr angenehm, bei einigen rief es Erinnerungen an Vater oder Großvater wach. Sich darauf einzulassen, mit den Händen Dinge anzufassen, die man noch nicht kennt, diese Berührungen zu artikulieren: Wie fasst sich das an? Ist es weich oder hart? Warm oder kalt? Angenehm oder unangenehm?... das alles sind wichtige haptische und taktile Erfahrungen, die Kinder sammeln sollten; es aber oft in ihrer häuslichen Umgebung nicht mehr können oder dürfen.

Mithelfen und Teig kneten, bei Regen draußen mit Sand und Erde matschen dürfen oder eben drinnen mit Rasierschaum spielen: im Familienzentrum sind diese Erfahrungen möglich und sie machen dazu noch ganz viel Spaß.

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