Start des Programms RIMUR

Bessere Ausbildung für Nachwuchswissenschaftler

Prof. Dr. Nina Babel.
Prof. Dr. Nina Babel. Foto: St. Elisabeth Gruppe

Um den medizinischen Fortschritt voranzutreiben und wissenschaftliche Erkenntnisse auch für Patienten nutzbar zu machen, bedarf es klinischer Forschung. Hierzu sollten forschende Ärzte aber promoviert sein und ausreichend Zeit haben, um sich neben ihrem Einsatz für die Patienten der Wissenschaft zu widmen. Statistiken belegen leider, dass immer weniger Assistenzärzte an deutschen Universitätskliniken promoviert sind. Darum haben die Medizinischen Fakultäten der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Universität Duisburg-Essen (UDE) unter dem Dach der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) ein innovatives Programm ins Leben gerufen.

Das Mercur Research Center Ruhr fördert das Programm über drei Jahre mit rund einer halben Millionen Euro. Die Projektbeteiligten haben sich nun zu einem Kick-off-Meeting im Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum getroffen.

Bei dem Programm mit dem Namen RIMUR (Regulatorische Immunmechanismen Promotionskolleg an der Universitätsallianz Ruhr) handelt es sich um ein Promotionskolleg im Bereich der Immunologie. Es soll Assistenzärzten eine wissenschaftliche Doktorarbeit nach Abschluss des Studiums ermöglichen. In der Immunologie und Infektologie haben die beiden Universitäten eine starke und langjährige Expertise. Infektionserkrankungen, Autoimmunkrankheiten und Transplantationsmedizin gehören zu ihren wichtigsten Schwerpunkten.

Grundstein für die nächste Generation von Universitätsmedizinern

Im neuen Promotionskolleg, das am Dienstag (1.1.2019) gestartet ist, werden die Promovierenden von einem Grundlagenforscher und einem klinischen Mentor aus Bochum und Essen betreut. Sie haben außerdem die Möglichkeit, zwischen den Standorten zu wechseln und so die dort vorhandenen Geräte und die Expertise optimal zu nutzen. „Wir planen im Rahmen unseres Programms eine stärkere Vernetzung am Standort Universitätsallianz Ruhr, um so ein leistungsstarkes translationales Zentrum mit attraktiven Zukunftsperspektiven für wissenschaftlich tätige Mediziner zu etablieren. Wir freuen uns sehr über die Unterstützung durch das Mercur Research Center Ruhr“, so Prof. Dr. Nina Babel, Initiatorin von RIMUR und Leiterin des Centrums für Translationale Medizin mit Schwerpunkt Immunologie und Transplantation des Marien Hospital Herne.

Prof. Dr. Timm Westhoff.
Prof. Dr. Timm Westhoff. Foto: St. Elisabeth Gruppe

„Unser Programm ist aktuell thematisch auf den immunologisch-infektiologischen Schwerpunkt fokussiert, da sowohl der Bochumer als auch der Essener Standort sich durch ein etabliertes Profil in der Immunologie und Infektiologie auszeichnen. Bei einem positiven Verlauf unseres Förderkonzepts planen wir das Promotionsprogramm thematisch zu erweitern“, erläutert Prof. Dr. Timm Westhoff, Direktor der Medizinische Klinik I – Allgemeine Innere, Nephrologie, Gastroenterologie, Pneumologie des Marien Hospital Herne. Das Promotionskolleg wird außerdem in das vorhandene Netz aus Graduiertenschulen an den Universitäten Duisburg-Essen und Bochum eingebunden. Ziel des Programms ist es, die Rahmenbedingungen für medizinische Nachwuchswissenschaftler zu verbessern und damit den Grundstein für die nächste Generation von Universitätsmedizinern in der Immunologie und Infektiologie zu legen.

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