Stadtwerke retteten das Weihnachtsfest

Energielieferant insolvent

Eine Tour durch Herne
Das Stadtwerkehaus. Foto: Björn Koch

Ausgerechnet kurz vor Weihnachten 2018 wurde erneut die Insolvenz eines Strom- und Gasanbieters bekannt. Die daraufhin von den Betreibern der deutschlandweiten Übertragungsnetzte gekündigten Verträge mit dem Unternehmen hatten auch Folgen für dessen Herner Kunden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke. Nach halloherne-Recherchen handelt es sich bei dem Energie-Lieferanten um den Anbieter Deutsche Energie (DEG).

„Um den Weihnachtsbraten und das geheizte Wohnzimmer musste sich aber niemand Gedanken machen“, erklärt Dominik Lasarz, Leiter des Stadtwerke-Kundencenters am Berliner Platz. „Denn die Stadtwerke Herne haben die Energieversorgung nahtlos übernommen.“ So wie in vier ähnlichen Fällen, die allein in 2018 auch Herner Kunden betroffen haben. Für die Stadtwerke bedeuten solche Insolvenzen immer einen erhöhten Aufwand. Denn meist kommen sie ohne Ankündigung von einem Tag auf den anderen. Dann müssen die Kunden kurzfristig in bestehende Prozesse und Systeme integriert werden.

Wie auch im aktuellen Fall informieren die Stadtwerke dann alle Kunden des insolventen Anbieters darüber, dass sie nun für die Ersatzversorgung einspringen. Gleichzeitig werden preisgünstigere Alternativen und Beratung angeboten. Besonders enttäuscht und verärgert, weiß Lasarz aus seinem Berateralltag, seien verständlicherweise die Herner, die zum Teil hohe Vorauszahlungen geleistet haben, vergeblich auf die Zahlung eines Bonus oder das versprochene Tablet warten. „Diese Kunden sind froh, wieder einen erreichbaren und verlässlichen Ansprechpartner in der Nähe zu haben", so Lasarz.

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