Staatsministerin Müntefering besucht die GBH

Michelle Müntefering.
Michelle Müntefering bei der GBH. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Hoher Besuch an der Südstraße: Staatsministerin Michelle Müntefering informierte sich während ihrer Sommertour aus erster Hand über die Arbeit der Gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft Herne (GBH). Geschäftsführerin Brigitte Bartels und Prokuristin Birgit Westphal gaben bei einem Rundgang einen ausführlichen Überblick über die umfangreichen Maßnahmen, die aktuell in den Kernbereichen Beschäftigung, Ausbildung und Qualifizierung angeboten werden. Für Brigitte Bartels steht fest: „Arbeit ist wichtig für die gesellschaftliche Teilhabe.“ Entsprechend groß sind die Anstrengungen, Menschen durch Beratung, Coaching und Qualifizierung wieder eine berufliche Perspektive zu bieten.

Michelle Müntefering.
v.l. Michelle Müntefering, Birgit Westphal, Brigitte Bartels. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Eine besondere Herausforderung sei die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen und am Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen, aber auch die berufliche Integration von Menschen mit Fluchthintergrund. Wie eine gute Qualifizierung aussehen kann, beschrieb Birgit Westphal am Beispiel des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD). Nach dem Start des Projektes im Jahr 2015 wurden neun ehemalige Teilnehmende inzwischen unbefristet bei der Stadt Herne übernommen. Auch für Michelle Müntefering ein positives Signal: „Es ist gut, dass die Gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft sich hier vor Ort für die Qualifizierung der Menschen einsetzt. Herne hat bestimmte Herausforderungen, insbesondere bei der Langzeitarbeitslosigkeit, die wir angehen müssen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir nun einen Sozialen Arbeitsmarkt einrichten. Dieses Gespräch bestärkt mich, dass Herne davon profitieren wird“, so Michelle Müntefering.

Michelle Müntefering.
v.l. Brigitte Bartels, Michelle Müntefering, Birgit Westphal. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Davon ist auch Brigitte Bartels überzeugt: „Für einige Menschen ist es wichtig, einfach wieder eine feste Tagesstruktur zu bekommen. Und daran arbeiten wir“, erklärte Brigitte Bartels, die auch als Leiterin des städtischen Fachbereichs Soziales mit dem Thema Leistungsbezug von Sozialhilfeempfängern vertraut ist. Aktuell stehen an der Südstraße rund 320 Teilnehmerplätze im Bereich der Qualifizierung/ Aktivierung/ Jobcoaching/ Beratung zur Verfügung. Etwa 330 Personen befinden sich in einem Beschäftigungsverhältnis, davon ca. 100 sozialversicherungspflichtig, weitere 50 junge Menschen absolvieren eine überbetriebliche Ausbildung. Dabei geht es immer um Personen, die am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Besondere Zielgruppen sind u.a. Langzeitarbeitslose, Zugewanderte, Alleinerziehende oder Jugendliche. Zum Abschluss des Rundgangs wurde ein Computerraum besucht, in dem Geflüchtete sich mit ihrem Jobcoach zur Verbesserung ihrer Integrationschancen über Stellenangebote online informierten.