Schönes und Seltsames im Kuppelsaal

Der Kosmos ist unser Zuhause – und voller Wunder

Den Blick in die Unendlichkeit fand diese junge Besucherin sehr spannend.
Den Blick in die Unendlichkeit fand diese junge Besucherin sehr spannend. Foto: Winfried Winkler

Bochum. Raum, Zeit, Materie – einfach alles, was existiert bekommen die Besucher der neuen Astronomieshow Wunder des Kosmos zu sehen. Die Show im Zeiss Planetarium Bochum beginnt mit dem Blick zum Sternenhimmel, so wie wir ihn kennen – verschleiert von menschengemachtem, künstlichen Licht. Die Reise im Planetarium geht weit darüber hinaus, viel viel weiter, bis zur Milchstraße. Hier funkeln hunderte Milliarden Sterne, bunte Nebel schimmmern, Planetensysteme anderer Sterne faszinieren. „Sehen aus wie Erdnüsse“, sagt die neunjährige Emilia, die zum ersten Mal das Haus an der Castroper Straße in Bochum besucht. „Und da ist ein Gesicht in den dunklen Wolken und dem Gas. Jetzt sehe ich eine Hand, zum Rock'n'Roll-Zeichen geformt.“ Dass die Milchstraße überhaupt betrachtet werden kann, ist riesigen Teleskopen zu verdanken – und wer hat das erste Fernrohr erfunden? Der deutsch-niederländische Brillenmacher Hans Lipperhey.

Gammastrahlen entstehen, wenn es im All besonders heiß hergeht. Hier in Bochum kann man sie sehen, genauso wie den Krebsnebel, entstanden aus einer Supernova. Mit einer Zoomfahrt geht es ins Schwarze Loch und zu zappelnden Sternen in der Milchstraße. „Ich glaube, ich werde reisekrank“, murmelt Emilias Vater. Die Milchstraße ist nur eine von Milliarden Galaxien. Wunder des Kosmos durchmisst das All bis an seine sichtbaren Grenzen.

Vermutlich vor 13,7 Milliarden Jahren entstand der kosmische Raum durch den Urknall und breitet sich seitdem unaufhörlich aus. Generationen von Sternen entstehen und vergehen im -270 Grad Celsius kalten Raum. Da fühlt man sich doppelt geborgen in den gemütlichen Liegesesseln des Planetariums, Blicke durchs All schweifend, der Stimme von Sprecherin Petra Konradi lauschend. Nach einer knappen Stunde ist die Sternenrevue vorbei. „Langsam muss ich mich auch wieder bewegen“, sagt Emilia, die viel Spaß dabei hatte, die spannendsten Ecken im Kosmos kennen zu lernen.

Im November 1964 erhielt Bochum sein Planetarium.
Die grandiosen Werkzeuge der Astronomie lassen uns Menschen den Kosmos in seiner ganzen Vielfalt und Tiefe erschließen. Foto: Planetarium Bochum
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