Schienenverkehr Herne-Verona

Grundsatzerklärung der Logistikunternehmen unterzeichnet

Erster Zug aus der Chinesischen Stadt Lianyungang.Foto: Carola QuickelsIm Container Terminal.

München. Fünf italienische und deutsche Logistikunternehmen wollen künftig gemeinsam die Planung und Entwicklung eines integrierten Schienenverkehrs zwischen Verona und Herne vorantreiben. Dazu unterzeichneten sie am Donnerstag (11.5.2017) auf Messe Transport and Logistic in München eine entsprechende Grundsatzerklärung. Zu den Unterzeichnern gehören das Veroneser Güterverteilzentrum Interporto Quadrante Europa und deren Tochter für Rangierdienstleistungen Quadrante Servizi. Auf deutscher Seite sind die Wanne-Herner Eisenbahn (WHE), das Container Terminal Herne (CTH), vertreten durch Geschäftsführer Patrick Wisotzky und die Eisenbahngesellschaft TX Logistik aus Troisdorf beteiligt.

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v.l. Patrick Wisotzky, Christian Theis und Vertreter der Logistik-UnternehmenFoto: WHEv.l. Patrick Wisotzky, Christian Theis und Vertreter der Logistik-Unternehmen.

Die Vereinbarung zielt darauf ab, die Frequenz der Zugverbindungen zwischen Verona und Herne zu erhöhen und neue Verkehre bis hin nach China und Fernost zu entwickeln. Schon jetzt sind der Interporto Quadrante Europa in Verona und das Herner Containerterminal mit sechs Zügen pro Woche verbunden, die von TX Logistik durchgeführt werden. “Verona ist einer der bedeutendsten europäischen Geschäftspartner des Ruhrgebiets mit einem wichtigen täglichen Verkehr”, betonte darum auch Matteo Gasparato, Präsident von Interporto Quadrante Europa, “und diese Unterschrift wird den Austausch zwischen den Regionen noch fördern.”

Aufgrund der positiven Zusammenarbeit planen die Unternehmen nun einen intensiveren Erfahrungsaustausch in den Bereichen Logistik, Intermodalverkehr, Handling und Rangieraktivitäten. Des Weiteren sollen die wirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten in den beiden Regionen analysiert und Initiativen zur Förderung des Handels und der Wirtschaftsbeziehungen ins Leben gerufen werden.

Güterbahnhof Wanne-Eickel.Foto: Stefan KuhnGüterbahnhof Wanne-Eickel.

Für die WHE hob Geschäftsführer Christian Theis die Gemeinsamkeiten der beteiligten Regionen hervor: "Beide Gebiete zeichnen sich durch industriell geprägte Strukturen mit intensiven Handelsbeziehungen aus. Das passt perfekt zum Bahnverkehr." Davon profitiere auch die Umwelt, ergänzt Pietro Mancuso, Finanzvorstand von TX Logistik: "Die Bahn ist das einzige umweltfreundliche System zwischen den beiden wichtigen Industriegebieten. Mit unserer Erfahrung von über 4.000 Zügen pro Jahr auf dem Brenner-Korridor bringen wir die richtige Kompetenz mit, um diese Entwicklung weiter zu unterstützen."

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Quelle: Stadtwerke Herne 19. Mai 2017, 16:20 Uhr