Ruhrtriennale 2019

Dido und Aeneas
Dido und Aeneas Foto: Blandine-Soulage

Die Ruhrtriennale 2019 beginnt am Mittwoch, 21. August 2019, mit Christoph Marthalers Musiktheater-Kreation Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend im Audimax der Ruhr-Universität Bochum. Bis Sonntag, 29. September 2019, werden in den ehemaligen Industriehallen des Ruhrgebiets Uraufführungen von Kornél Mundruczós Musiktheater-Produktion Evolution, Jan Lauwers Schauspiel-Performance All the good, Sharon Eyals Tanztheater Chapter 3 und Bruno Beltrãos neuester Choreographie zu erleben sein. Auch die Deutschen Erstaufführungen von Heiner Goebbels Musiktheater-Collage Everything that Happened and Would Happen, David Martons Regiearbeit Dido and Aeneas, remembered sowie Faustin Linyekulas Produktion Congo sind beim internationalen Festival der Künste zu sehen.

Heiner Goebbels.
Heiner Goebbels. Foto: Artangel

Das Musikprogramm umfasst unter anderem das Programm Coro von Chorwerk Ruhr, zwei Konzerte des Klangforum Wien unter der Musikalischen Leitung von Sylvain Cambreling sowie außergewöhnliche Formate in der Reihe MaschinenHausMusik. Die Installation Bergama Stereo, eine architektonische Sound-Konstruktion von Cevdet Erek, ist erstmals zu sehen. Der Künstler Jonas Staal veranstaltet mit Training for the Future ein utopisches Trainingslager. Der Third Space in einer umgebauten Transall-Maschine vor der Jahrhunderthalle Bochum wird ebenso weiterentwickelt wie das Langzeitprojekt #nofear der Jungen Triennale, das sich in diesem Jahr mit dem Thema Macht auseinandersetzt.

Die Jahrhunderthalle Bochum ist einer der Spielorte der Ruhrtriennale.
Die Jahrhunderthalle Bochum ist einer der Spielorte der Ruhrtriennale. Foto: Wolfgang Quickels

Nachdem 2018 die Perspektiven des Globalen Südens auf Europa den programmatischen Schwerpunkt bildeten, liegt der Fokus 2019 auf europäischer Selbstkritik, die den thematischen Rahmen Zwischenzeit fortsetzt. Die Künstler beschäftigen sich auf vielfältige Weise mit der privilegierten europäischen Existenz sowie den Auswirkungen der europäischen Dominanz, sie fragen nach dem aktuellen Demokratieverständnis und entwerfen neue Zukunftsmodelle. Vom 21. August bis 29. September kommen mehr als 840 beteiligte Künstler aus rund 35 Ländern ins Ruhrgebiet, um 35 Produktionen und Projekte – davon 14 Ur- und Erstaufführungen – in 13 unterschiedlichen Spielstätten in Bochum, Duisburg, Essen und Gladbeck zu zeigen. Der Vorverkauf für die diesjährige Ruhrtriennale beginnt am Dienstag, 12. März 2019. Weitere Informationen zum Programm unter www.ruhrtriennale.de.

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