Ruhrpottbattle vor ausverkauftem Haus

19. Ruhrpottbattle. Foto: Merlin Morzeck19. Ruhrpottbattle.

Ein wummernder Bass schallte am Samstagabend (11.11.2017) durch die Straße des Bohrhammers. Folgte man der immer lauter werdenden Musik landete man auf der Tanzfläche des 19. Ruhrpottbattles in den Flottmannhallen. Rund 400 Zuschauer drängten sich um die Fläche, auf denen die Tänzer sich zuckend zur Musik bewegten und um die Ehre, das Preisgeld von 300 Euro und eine Urkunde kämpften. Zu dem alljährlichen und mittlerweile internationalen Tanzwettbewerb hatte der Verein Pottporus in Kooperation mit der Jugendförderung Herne und den Flottmannhallen eingeladen.

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Dabei verwandelte sich die Halle wieder in eine Arena mit gefühlten tropischen Temperaturen. Dazu ein Bass, der bestimmt die Herzfrequenz beeinflussen konnte und den Boden beben ließ. Zuschauer jeden Alters feuerten ihre favorisierten Tänzer an, und Jugendliche, die zum Teil aus der Tanz-Szene stammten, bewerteten die artistischen Leistungen der Teilnehmer. An den Turntables sorgten die Djs Big Toni, ICE-C und J´Marv für tanzbare Beats.

Getanzt wurde in vier Kategorien - immer 1 gegen 1. Hip-Hop, B-boying (natürlich auch B-girling), Krumping, ein schneller, expressiver Tanz mit viel Rhythmus, und Popping, eine Tanzart, die auf roboterhafte Bewegungen a la Michael Jackson setzt. Die Jury, bestehend aus Lil Amok, Kid Eyez, Kofie Da Vibe und RoboZee, entschied, wer in die nächste Runde kommt.

19. Ruhrpottbattle. Foto: Merlin Morzeck19. Ruhrpottbattle.

Durch den Abend führte Engin, der jeden Tänzer anmoderierte, aber auch seine klare Meinung unter das Volk verteilte: „Klar könnt ihr euch die Tänzer auch bei YouTube anschauen. Aber das ist nicht zu vergleichen mit dem, was ihr hier an Stimmung mitbekommt. Ihr müsst hierhin kommen und sie live supporten.“ Zwischendurch forderte er das Publikum auch auf auszurasten, wenn das Gesehen besonders gut gefällt - und das tut es oft. Die Tänzer tanzten auf einem hohen Niveau und kamen nicht nur aus Herne. Sie kommen mittlerweile aus der ganzen Welt zu dem Battle nach Herne - Brasilien, Marokko, Frankreich, Russland und der Ukraine. 

Hier sind die Gewinner: B-Boying: Milky Rock aus Russland gegen Mascott aus Brasilien. Krumping: Jamsy aus Frankreich gegen Mashine X, ebenfalls aus Frankreich. Hip Hop: Ry boom aus Düsseldorf gegen Ben, auch aus Deutschland. Popping: Prince aus Frankreich gegen Dalil aus Deutschland.

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Text: Merlin Morzeck 13. November 2017, 09:50 Uhr