Quartett aus jung und alt

Führung über Zeche Schlägel & Eisen

Zeche Schlägel und Eisen, 2012.
Zeche Schlägel und Eisen, 2012. Foto: Wolfgang Quickels

Die Zeche Schlägel & Eisen in Herten-Langenbochum macht es dem Besucher einfach. Schnell und anschaulich können Interessierte einen Eindruck davon gewinnen, wie es in der Vergangenheit, als hier noch der Arbeitsplatz vieler hundert Kumpel war, zuging. Bei einer Führung über das Industriedenkmal am Sonntag, 6. Januar 2019, rücken die Fördergerüste Schacht 3 und Schacht 4 sowie die beiden Grubenlüfter in den Fokus. Im Fördermaschinenhaus scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Wie im Dornröschenschlaf liegt der verlassene Arbeitsplatz des Fördermaschinisten und erzählt von der Geschichte des Bergwerks und dem harten Alltag der Kumpel.

Das Quartett der Industriedenkmale, die beiden Fördergerüste und die beiden Grubenlüfter, sind eine Mischung aus Jung und Alt und gleichzeitig interessante Zeitzeugen. Das Gerüst über Schacht 3 stammt aus dem Jahr 1896 und ist eine Rarität. Fördergerüste dieser Art gibt es im Ruhrgebiet nur noch sehr vereinzelt. Sein 64 Meter hohe Kamerad, das Fördergerüst über Schacht 4, in geschweißter Kastenkonstruktion erbaut, ist jüngeren Datums (1984/85), aber ebenso von Bedeutung. Das Gerüst zählt im Ruhrgebiet zu den wenig gut erhaltenen Beispielen dieser vergleichsweise jungen Bauart. Seine Seilstützkonstruktion steht für die letzte Entwicklungsphase in diesem Bereich im Ruhrgebiet.

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