Prävention sexualisierter Gewalt

Karl-Heinz Stahl .
Karl-Heinz Stahl . Foto: Dekanat Emschertal

Castrop-Rauxel. Zu einer vertiefenden Präventionsschulung nach der Ordnung zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen für die Erzdiözese Paderborn (Präventionsordnung – PrävO) trafen sich am Mittwoch (12.3.2019) alle hauptamtlich aktiven Mitglieder der Dekanatspastoralkonferenz im Dekanat Emschertal im Gemeindezentrum St. Joseph in Habinghorst. Karl-Heinz Stahl gab als Präventionsbeauftrager des Erzbistums Paderborn eine Einführung in die Veranstaltung und plädierte deutlich für eine Kultur der Achtsamkeit.

Die Teilnehmenden wählten zwischen drei Themenworkshops, in denen ganztägig gearbeitet wurde. Ruth Frische gab eine fachliche Einordnung zu Täterstrategien. Welche Formen und Auswirkungen asymmetrischer Machtbeziehungen insbesondere in der Kirche vorhanden sind und wie diese im Rahmen der Präventionsarbeit beachtet werden müssen, erläuterte Referent Stefan Wehrmann mit einer weiteren Workshopgruppe. Den Themenkomplex von Macht und Gewalt und den daraus abzuleitenden Fragestellungen für die Präventionsarbeit bearbeitete Nico Schnittger. Ein besonderes Augenmerk der Themenworkshops lag auf der Sensibilisierung für sexualisierte Gewalt und Grenzverletzungen, um diesen präventiv zu begegnen und sichere Strukturen zu fördern.

Die katholische Kirche will ein sicherer Lern- und Lebensraum für junge Menschen sein und setzt sich für den Schutz von Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen in ihren Diensten und Einrichtungen ein. Der Schutz von jungen Menschen und erwachsenen Schutzbefohlenen erfordert neben Sensibilität und Wachsamkeit eine entschiedene Haltung von Verantwortlichen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Durch Präventionsarbeit soll eine solche entschiedene Haltung gefördert und deutlich gemacht werden, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Schutz von jungen Menschen und erwachsenen Schutzbefohlenen als selbstverständlichen Auftrag in ihrem Tun verstehen. Eine solche Schulung für hauptberufliche kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie weitere (Schulungs-)Maßnahmen zur Prävention sind ein fester Bestandteil des Qualitätsmanagements kirchlicher Rechtsträger.

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