Plastische Rekonstruktion nach Brustabnahme

v.l. Prof. Dr. Marcus Lehnhardt, Dr. Katja Engellandt und Dr. Harald Krentel.
v.l. Prof. Dr. Marcus Lehnhardt, Dr. Katja Engellandt und Dr. Harald Krentel. Foto: St. Elisabeth Gruppe

Das Kooperative Brustzentrum Bochum / Herne informierte am Sonntag (24.6.2018) betroffene Frauen im St. Anna Hospital. Die Diagnose Brustkrebs bringt für einen geringen Teil der Frauen auch die teilweise oder vollständige Entfernung der Brust mit sich. Doch es gibt viele Möglichkeiten der Brustrekonstruktion. Welche das sind und was sonst noch wichtig für die Patientinnen ist, stellte Dr. Harald Krentel, Chefarzt des Kooperativen Brustzentrums des St. Anna Hospital, bei der Veranstaltung Die plastische Rekonstruktion der erkrankten Brust vor.

„Auch wenn bei der Mehrzahl der Operationen eine Brusterhaltung möglich ist, kann dies nicht immer gewährleistet werden“, so der Chefarzt. Die verschiedenen Möglichkeiten, die für eine Rekonstruktion der Brust zu Verfügung stehen, stellte Dr. Katja Engellandt, Leiterin und Koordinatorin des Kooperativen Brustzentrums, in einem Vortrag vor. Neben dem Einsatz von Implantaten ist ein Brustwiederaufbau auch mit körpereigenem Gewebe möglich. Die plastisch-rekonstruktive Chirurgie ermöglicht in diesem Bereich immer schonendere Operationsverfahren. Darauf ging Prof. Dr. Marcus Lehnhardt, Klinikdirektor der Universitätsklinik für Plastische Chirurgie am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil ein.

Die Vortragsthemen richteten sich außerdem an Frauen, die bereits eine Brustrekonstruktion hinter sich haben. Nach einem Wiederaufbau mit Implantaten kann es besonders bei schlanken Frauen zu einer stark ausgeprägten Brustverformung, den sogenannten Jumping Breast kommen. Dabei „hüpft“ die Brust in unterschiedlich starker Ausprägung. Dr. Engellandt erklärte wie es zu der jumping breast kommt und was man dagegen tun kann.

Außerdem erläuterte Lisa Czwalinna, Physiotherapeutin im Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik, Standort St. Anna Hospital Herne, welche Möglichkeiten die Physiotherapie bei Narben, Bewegungseinschränkungen und Lymphödemen bietet. „Wir freuen uns, dass wir mit diesem Thema auf so reges Interesse gestoßen sind. Die Fragen der Teilnehmerinnen und der Austausch untereinander zeigt, wie wichtig das Thema bei den betroffenen Frauen ist“, so Dr. Krentel abschließend.

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