Insolvenzgericht Bochum eröffnet antragsgemäß das Eigenverwaltungsverfahren
Parfümerie Pieper: Geschäftsbetrieb läuft stabil
Das zuständige Amtsgericht Bochum eröffnete antragsgemäß am Sonntag (1.2.2026) das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung der Parfümerie Pieper. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens laufe an allen Standorten uneingeschränkt weiter. Bereits seit Antragstellung im November 2025 wird das Unternehmen im Rahmen der Eigenverwaltung fortgeführt. In dieser Phase konnten zentrale operative und organisatorische Themen stabilisiert und die Voraussetzungen für die Fortführung des Verfahrens geschaffen werden.
Die Geschäftsführung bleibe auch nach Verfahrenseröffnung weiterhin im Amt und führt das Unternehmen mit Unterstützung des Teams des Generalbevollmächtigten, Rechtsanwalt Dr. Philipp Grub, Kanzlei GRUB BRUGGER, Stuttgart sowie unter Aufsicht der gerichtlich bestellten Sachwalterin Sarah Wolf von der Kanzlei Anchor.
Parfümerie Pieper nachhaltig stabilisieren und zukunftsfähig auszurichten
Ziel des Verfahrens sei es, die Parfümerie Pieper nachhaltig zu stabilisieren und zukunftsfähig auszurichten. Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs sei auch nach der Verfahrenseröffnung gesichert. Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden werden weiterhin pünktlich gezahlt. Lieferanten, Geschäftspartner und Vermieter seien in den Prozess eingebunden.
Geschäftsführer Oliver Pieper erklärt: „Die planmäßige Eröffnung des Verfahrens bestätigt den bislang eingeschlagenen Weg. Besonders danken wir unseren Kundinnen und Kunden für Ihre Unterstützung und Treue in den vergangenen Wochen. Diese Unterstützung ist für uns von großer Bedeutung – gerade auch mit Blick auf das bevorstehende Valentinstaggeschäft.“
Auch aus operativer Sicht zeigt sich das Unternehmen stabil. CRO Sven Pursche sagt: „Der Geschäftsbetrieb läuft stabil und die wesentlichen Abläufe sind gesichert. Die Warenversorgung ist weiterhin gewährleistet, sodass wir unseren Kundinnen und Kunden auch in den kommenden Wochen ein attraktives Angebot bieten können.“
Dr. Lukas Herbert aus dem Team des Generalbevollmächtigten Dr. Philipp Grub ergänzt: „Die Verfahrenseröffnung zeigt, dass die Voraussetzungen für die Eigenverwaltung erfüllt sind. Nun geht es darum, das Verfahren strukturiert voranzutreiben und gemeinsam mit allen Beteiligten eine nachhaltige Lösung zu erarbeiten.“ Die Schließungen der Standorte Oberhausen in der Marktstraße und Oldenburg in der Lange Straße erfolgten unabhängig vom laufenden Eigenverwaltungsverfahren auf Basis unternehmerischer Entscheidungen.
Entscheidungen zu Standorten oder personellen Strukturen gebe es aktuell nicht
Parallel zur operativen Fortführung arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit externen Experten intensiv an der Analyse von Strukturen und Prozessen sowie an der Prüfung und Ausarbeitung unterschiedlicher strategischer Optionen zur Sicherung des Fortbestandes des Unternehmens, einschließlich möglicher Lösungen unter Einbindung externer Investoren. Konkrete Entscheidungen zu Standorten oder personellen Strukturen gebe es aktuell nicht.
Über weitere wesentliche Schritte im Verfahren werde das Unternehmen transparent informieren.