Mit Papas Auto gegen die Wand

oder: Falsch verstandenes begleitetes Fahren

Unfall mit Papas Auto.
Unfall mit Papas Auto. Foto: Daniel Knopp

Ein 17-jähriger Herner hatte sich am Nikolaustag (6.12.2018) Papas Auto 'ausgeliehen', drei Kumpels (17,17,18) eingepackt und war damit in Sodingen unterwegs. Gegen 18:40 Uhr befuhr er mit Papas Auto die Straße Am Braunskamp, als ihm ein vorfahrtberechtigter 32-jähriger Herner Autofahrerer entgegenkam. Um einen Zusammenstoß mit Papas Auto zu vermeiden, das augenscheinlich schnell fuhr, lenkte der 32-Jährige seinen Wagen zur Seite. Der junge Fahranfänger versuchte ebenfalls, einen Zusammenstoß zu verhindern, wich aus, verlor die Kontrolle über den Wagen und kollidierte mit einem Verkehrszeichen, bevor eine Hauswand die Fahrt stoppte.

Der 17-Jährige und seine Mitinsassen flüchteten zunächst von der Unfallstelle, kehrten aber wenig später reumütig zurück und wurden ärztlich versorgt. Der Unfallwagen blieb mit verbeulter Motorhaube, ausgelösten Airbags und gerissener Frontscheibe stehen. Er wurde abgeschleppt. Der Sachschaden am Unfallwagen wird auf ungefähr 6.000 Euro geschätzt. Die Häuserecke des Hauses weist nach ersten Feststellungen lediglich Farbabrieb auf.

Der Jugendliche gab zu, ohne das Wissen der Eltern, die Autoschlüssel für eine kleine Spritztour an sich genommen zu haben. Die Beamten stellten seine Prüfbescheinigung für begleitetes Fahren sicher. Die umfangreichen Ermittlungen im Verkehrskommissariat dauern an und der Jugendliche wird vorerst kein Auto mehr fahren dürfen, der Wagen ist kaputt, er hat eine Unfallflucht hin gelegt, unbefugt ein Auto benutzt und ein Führerscheinvergehen begangen. - Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.

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