Klasse-Programm beim 16. Kirchlichen Filmfestival
Menschen eine Stimme geben
Nicht kleckern, sondern klotzen: Kaum ist die Berlinale vorbei, lädt das inzwischen 16. Kirchliche Festival von Mittwoch bis Sonntag, 11. bis 15. März 2026, ins Cineworld-Multiplex nach Recklinghausen ein. Bevor etwa „Vier minus drei“ Mitte April in die Kinos kommt, ist Adrian Goingers zweistündiger Spielfilm bei unserem nördlichen Nachbarn zu sehen.
Acht Voraufführungen
Frisch ausgepackt: Nicht weniger als acht Previews werden gezeigt und zumeist von Schauspielern (Cindy Klink, David Knors, Mohamed Musa und Rony Herman), Drehbuchautoren (Antonia Rothe-Liermann) oder Regisseuren (Jacqueline Jansen und Georgi M. Unkovski) persönlich vorgestellt. Der Vorverkauf hat am Montag (23.2.2026) begonnen. Karten sind während der Öffnungszeiten an den Kassen des Cineworld sowie online unter cineworld-recklinghausen.de erhältlich.
Das von den künstlerischen Leitern Horst Walther und Michael M. Kleinschmidt, die rund 120 Filme gesichtet haben, und einem Gremium kuratierte Festival wartet mit drei Preisverleihungen, zwölf Spielfilmen, einem Dokumentarfilm, zehn Kurzfilmen im Cineworld und, ein traditioneller Leckerbissen im vierten Jahr, einem Stummfilm in der besonderen Atmosphäre der St. Peter-Kirche auf. Zweitausend verkaufte Karten waren im vergangenen Jahr bereits ein Ausrufezeichen, bei diesem Klasse-Programm sollten Filmfreunde frühzeitig den Vorverkauf nutzen.
Die Preisträger
Der Ökumenische Filmpreis des Kirchlichen Filmfestivals geht in diesem Jahr an den nordmazedonischen Spielfilm „DJ Ahmet“ von Regisseur Georgi M. Unkovski. Die Entscheidung würdigt einen Film, der durch erzählerische Kraft und gesellschaftliche Relevanz überzeugt. Die Jugendjury zeichnet mit „Wild Foxes“ eine belgisch-französische Produktion aus, die die Lebenswirklichkeit von heranwachsenden jungen Männern eindrucksvoll und sensibel beleuchtet. Die Kinderjury prämiert „Das geheime Stockwerk“, einen deutsch-österreichisch-luxemburgischen Spielfilm, der junge Zuschauerinnen und Zuschauer ernst nimmt und zugleich mit großer Leichtigkeit erzählt ist.
Jenseits aller Barrieren
Nach dem traditionellen Prolog, dem Ökumenischen Filmgottesdienst am 8. März 2026 um 17 Uhr in der Christuskirche, wird das Festival am 11. März 2026 um 19.30 Uhr mit einer Preview eröffnet: „Als wäre es leicht“, Milan Skrobaneks Debüt, ist ein berührender Spielfilm über eine Liebe jenseits aller Barrieren – gespielt von zwei Hauptdarstellenden, die selbst gehörlos beziehungsweise sehbeeinträchtigt sind. Dieser Akzent des Sichtbarmachens zieht sich durch die Festivaltage, etwa im belgischen Gerichtsdrama „Wir glauben euch“, im intensiven Familienporträt „Vier minus drei“ oder im finnischen historischen Drama „Nie allein“, das von jüdischen Geflüchteten während des Zweiten Weltkriegs erzählt.
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- Sonntag, 8. März 2026
Der müde Tod
Fritz Langs Stummfilm „Der müde Tod“, der am 12. März um 19 Uhr in der Propsteikirche St. Peter gezeigt wird nach einer Einführung durch den Mainzer Filmwissenschaftler Arndt Klingelhöfer, wird vom Regionalkantor Thorsten Maus an der Klaisorgel begleitet. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Spenden gebeten. Die Karten für das im Revier singuläre Programm mit anspruchsvollem Kino aus Deutschlands, Europa, Afrika und dem Nahen Osten, das Menschen eine Stimme gibt, die im Alltag wenig gesehen werden und deren Geschichten oft im Schatten stehen, kosten zehn Euro (Eröffnungsfilm und Ökumenischer Filmpreisabend 12 Euro, Kinder- und Jugendfilm fünf Euro).
Demokratie-Fitness-Sessions
Die Kurzfilmrolle „Augenblicke 2026“ am 14. März 2026 um 14 Uhr mit insgesamt zehn Kurzfilmen mit einer Gesamtlänge von gut anderthalb Stunden und die Kunst-im-Kino-Matinee über Caravaggio am 15. März 2026 um 11.30 Uhr bieten weitere besondere cineastische Erfahrungen wie auch der Abschlussfilm „Calle Málaga – Ein Zuhause in Tanger“ am 15. März um 17 Uhr, der voller Wärme und Humor vom Kampf einer älteren Frau um ihr Zuhause und ihre Selbstbestimmung erzählt. Zum Rahmenprogramm gehören zudem Demokratie-Fitness-Sessions, die an drei Tagen dazu einladen, demokratisches Denken und Handeln spielerisch zu trainieren. Das komplette Programm steht unter kirchliches-filmfestival.de zum Download bereit.
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- Sonntag, 15. März 2026, um 11:30 Uhr
- Sonntag, 15. März 2026, um 17 Uhr