Marcel Heße bekommt 'lebenslang'

Polizei mit Reportern am Thessaloniki-Grill an der Bismarckstraße 99.
Einsatz zur Festnahme Heßes am Grill an der Bismarckstraße 99. Foto: Jan Niklas Heidelbach

Der Herner Doppelmörder Marcel Heße, der am 6. März 2017 zuerst den neunjährigen Jungen Jaden aus der Nachbarschaft tötete (mit über 50 Messerstichen) und einen Tag später seinen 22-jährigen alten Schulfreund Christopher (mit über 60 Messerstichen), wurde am Mittwoch (31.1.2018) vom Bochumer Landgericht zu lebenslanger Haft verurteilt - mit dem Vorbehalt der Sicherungsverwahrung. Das Gericht folgte somit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Zwei Gutachter hatten Heße zuvor für voll schuldfähig erklärt: „Er ist voll ausgereift, er wusste genau was er tat und muss nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden."

Das Gericht hob die besondere Schwere der Schuld hervor und verurteilte den heute 20-jährigen zweifachen Mörder nach dem Erwachsenenstrafrecht und ermöglicht so eine nachträgliche Sicherheitsverwahrung. Das Urteil schließt eine mögliche Freilassung nach 15 Jahren aus. Heße wird nach den 15 Jahren wahrscheinlich in einer sozialtherapeutischen Einrichtung untergebracht.